Samtgemeinderat unterstützt Vorhaben

Neuer Betreiber für die Waldkita in Steinhorst

Das Innere der Schutzhütte der Waldkita in Steinhorst.
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Für die Waldkita im Steinhorster Ortsteil Reinhorn geht es mit einem neuen Träger weiter.
  • Paul Gerlach
    VonPaul Gerlach
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Steinhorst/Hankensbüttel – Das Votum war am Ende ziemlich eindeutig: Für die Steinhorster Waldkita geht es mit dem Barwedeler Verein „Wir sind draußen“ als neuem Betreiber weiter. Nachdem die Diskussion zunächst emotional hin und her gewogt war, trieb die gute Nachricht, dass für 13 von den 15 Kitaplätzen Anmeldungen vorliegen, letztlich die Entscheidung sehr voran.

Denn grundsätzlich sind von dem Vorhaben sowohl die CDU als auch „Pro Samtgemeinde Hankensbüttel“ durchgehend überzeugt, wie von den Fraktionen mehrfach betont wurde. Es sorge für Vielfalt in der Betreuungslandschaft. Das 20-seitige Konzept für die Wald- und Naturgruppe setzt auf ein ganzheitliches Bildungsverständnis.

Bei 15 Ja-, 2 Nein-Stimmen und fünf Enthaltungen wurde vom Samtgemeinderat ein Antrag der CDU beschlossen. Dieser sieht vor, dass Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel dazu ermächtigt wird, einen Betriebsführungsvertrag mit dem gemeinnützigen Verein für den Betrieb des Waldkindergartens abzuschließen. Auf Grundlage dieses Vertrages zahlt die Samtgemeinde an den Verein einen jährlichen Zuschuss von 65 000 Euro – es handelt sich dabei rein um Personalkosten, wie seitens der CDU betont wurde. Darüber hat der Verein jährlich Rechenschaft abzulegen.

Abgelehnt wurde ein „Pro SG Hankensbüttel“-Antrag: Statt einem Pauschalbetrag wollte die Fraktion bei der Kostengestaltung die Gleichberechtigung und gleichmäßige Ausfinanzierung aller Kita-Einrichtungen sicherstellen. Daher sollte der Zuschuss an die entsprechenden Anmeldezahlen – und zwar von Kindern aus der Samtgemeinde – gebunden werden, in Höhe des Regelzuschusses von 4000 bis 4300 Euro pro Kind und Jahr. Der Verein habe außerdem die Übertragung des Betriebsführungsvertrages nachzuweisen. Die Samtgemeinde solle die Vereinbarung mit dem Verein zunächst auf ein Jahr befristet abschließen. Der Antrag wurde aber bei sieben Ja-Stimmen und einer Enthaltung von der Ratsmehrheit abgelehnt. Mit der gleichen Stimmenkonstellation wurde ein Antrag von Inge Elvers, Fraktionsvorsitzende bei „Pro SG Hankensbüttel“, abgelehnt, über den Weiterbetrieb an sich und den Zuschuss von 65 000 Euro jährlich getrennt abzustimmen.

Bei der CDU wurde argumentiert, dass mit einem Budget unter 65 000 Euro das Waldkita-Projekt gestorben sei. Bislang hatten 98 000 Euro für das „alte“ Projekt im Haushalt gestanden. Zudem könne man nicht die Eltern im Regen stehen lassen, die ihre Kinder seit einem Jahr in der Waldkita betreuen lassen und zuletzt um Hilfe gebeten hatten (das IK berichtete), damit die Einrichtung erhalten bleibt.

Deutlich wurde bei der Samtgemeinderatssitzung am Dienstag, 27. Juli, – und direkt davor im Kitaausschuss –, dass noch nicht ganz klar ist, wo die Reise bei den Belegungszahlen in den Einrichtungen hingehen wird. Momentan gibt es einen Überhang bei den Kitaplätzen (+31 beim Ü 3-Bereich), davon sind also mehr als genug vorhanden. Jedoch gibt es einen Mangel bei den Krippenplätzen (- 47 bei U 3). Durch die neuen Baugebiete könnte dabei weitere Bewegung hineinkommen, zudem läuft Ende 2022 auch die Nutzungsbewilligung für die Kita am Kanal bei Alt-Isenhagen aus.

13 Anmeldungen für maximal 15 Plätze

In der Steinhorster Waldkita könnten maximal 15 Kinder aufgenommen worden. Neuer Betreiber ist der gemeinnützige Verein „Wir sind draußen“ aus Barwedel – mit dem Schwerpunkt auf naturpädagogischen Angeboten. Die Diplom-Sozialpädagoginnen Jasmin Hoffmann und Julia Rediske, beide bei den Sitzungen in Hankensbüttel am Dienstag anwesend, berichteten, dass es bereits 13 Anmeldungen für die 15 Plätze gibt – 10 Kinder kommen aus dem Bereich der Samtgemeinde Hankensbüttel, 3 von außerhalb. Mehr zum Verein und Kontaktinformationen unter www.wirsinddraussen-info.de.

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