Samtgemeinderat: Ja zu F-Plan-Änderungen

Neue Tragkraftspritze für Steinhorster Wehr

Der Hankensbütteler Samtgemeinderat in der Turnhalle der Wiethornschule.
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Der Hankensbütteler Samtgemeinderat befürwortete jetzt, dass eine neue Tragkraftspritze für die Steinhorster Wehr beschafft wird. Grünes Licht gab es auch in Sachen „Lehmkuhlenweg III“ und der Romantica-Erweiterung.
  • Paul Gerlach
    VonPaul Gerlach
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Samtgemeinde Hankensbüttel – Für eine Tragkraftspritze der Steinhorster Wehr wird nun Ersatz beschafft. Das 2008 angeschaffte Gerät war im Anschluss an einen Übungsabend im August ohne nachvollziehbaren Grund in Brand geraten (das IK berichtete) – die Pumpe war ansonsten in einem sehr guten Zustand. Die für die Ersatzbeschaffung nötige außerplanmäßige Ausgabe beschloss der Hankensbütteler Samtgemeinderat am Donnerstag, 14. Oktober, bei einer Gegenstimme.

Ein unabhängiger Sachverständiger hatte einen wirtschaftlichen Totalschaden bei dem außer Dienst gestellten Gerät festgehalten. Für die Ortswehr soll jetzt eine neue Tragkraftspritze im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung her, die erforderlichen Mittel werden auf etwa 16 000 Euro beziffert. Der Ersatz wird auch deshalb notwendig, weil aktuell nur auf ein Leihgerät aus der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Gifhorn zurückgegriffen werden kann, war bei der Sitzung zu hören.

Plus bei Kapazitäten

Klaus-Dieter Gruhm (BLH) war gegen die 16 000 Euro-Ausgabe – angesichts der gut 1 Million Euro Miesen, auf die die Samtgemeinde gemäß der Planung in 2021 zusteuert. „Was wird dem neuen Samtgemeinderat noch an Schulden übergeben?“, fragte Gruhm ins Rund.

Eine Tragkraftspritze in der Steinhorster Wehr ist laut der Verwaltung „taktisch zwingend notwendig“. Sämtliche anderen Ratsmitglieder sahen die Ausgabe auch als dringend nötig an, Gruhms weitergehender Antrag, die außerplanmäßigen Mittel dafür zu streichen, wurde bei einer Ja-Stimme von ihm selbst abgelehnt.

Auch auf der Agenda des Samtgemeinderates: zwei Änderungen am Flächennutzungsplan. Für den Teilbereich Hankensbüttel und Wierstorf geht es zum einen um den Bereich, angrenzend an der Straße Haeg, am südöstlichen Dorfrand von Wierstorf, der baulich entwickelt werden soll. Die 0,23 Hektar große Änderungsfläche soll als Lückenschluss dienen: Aus einer landwirtschaftlichen Fläche soll eine gemischte Baufläche werden.

Zum anderen geht es um das ausgewiesene Baugebiet „Lehmkuhlenweg III“, das sich unmittelbar an die bereits gänzlich veräußerten Bauplätze im Bereich „Lehmkuhlenweg II“ anschließt. Mit der vorliegenden Planung soll in Hankensbüttel eine anhaltende Nachfrage nach Bauland befriedigt werden, um junge, ortsansässige Bauwillige vor Ort halten zu können.

Bei der Änderung für den Teilbereich Bokel handelt es sich bekanntlich um die Erweiterung des Ruhesitzes Romantica. Angedacht ist dort, die Kapazitäten von 65 auf etwa 100 Pflegeplätze zu erhöhen und zudem 15 Plätze für betreutes Wohnen zu schaffen.

Beide F-Plan-Änderungen wurden vom Samtgemeinderat einstimmig beschlossen. Werner Rodewald (CDU) monierte das im Regionalen Raumordnungsprogramm für Hankensbüttel eingezeichnete Vorbehaltsgebiet „Erholung“. Man gönne dem Ort keine Entwicklung. „Das regt mich auf. Das Elend mit dem Regionalverband Großraum Braunschweig gehört abgestellt.“

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