Isenhagen: Zusätzliche Räume für Augenoptikerschule im bisherigen Klosterhofmuseum

Neue Nutzung für alten Speicher

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Der Klosterhofgarten soll bei der Umnutzung nicht vergessen werden. Schüler der BBS II sollen sich im Rahmen eines Schulprojektes um den Garten kümmern.

Isenhagen. Die Augenoptikerschule in Isenhagen soll durch Räume im bisherigen Klosterhofmuseum erweitert werden. Grund dafür ist ein Raumbedarf von zwei weiteren Räumen an der Schule, der auf diese Weise ohne größere Baumaßnahmen kurzfristig behoben werden kann.

Durchschnittlich befinden sich circa 120 Schüler im Alter von 16 bis 19 Jahren in vier Klassen in der Augenoptikerschule in Isenhagen, die zur BBS II in Gifhorn gehört. Derzeit stehen der Schule vier allgemeine Unterrichtsräume zur Verfügung, von denen drei eine ausreichende Raumgröße für bis zu 30 Personen bieten. Ein weiterer kleiner Unterrichtsraum von circa 45 Quadratmeter werde derzeit als Aufenthalts- und Pausenraum genutzt, da dafür im übrigen Gebäude keine Fläche bestehe, berichtet Landrat Dr. Andreas Ebel.

Ein Brillenanpassraum sowie eine Mediathek sollen nun in das zweistöckige Klosterhofmuseum rücken. Durch diese Umnutzung erhalte die Schule in ihrem bisherigen Bestand „zwei zusätzliche Unterrichtsräume, ohne dass ein erheblicher Erweiterungsbau erforderlich sind“, erklärt Ebel. Um das Klosterhofmuseum für die Schule zu nutzen, seien dennoch bauliche Maßnahmen mit einem Kostenvolumen von rund 53 000 Euro notwendig. Dabei gehe es unter anderem um die Erneuerung der Heizungsanlage, ein Lüftungskonzept, den Einbau von Brandmeldern, einen barrierefreien Zugang zum Erdgeschoss und neue Möblierung.

Der Landkreis Gifhorn ist der Eigentümer des Klosterhofmuseums, das früher als Speichergebäude des Klosters Isenhagen genutzt wurde. Der 1436 errichtete Backsteinbau mit seiner prachtvollen Fassade ist das einzig erhaltene mittelalterliche Wirtschaftsgebäude des Klosters. Nach einer denkmalgerechten Sanierung in den 1980er Jahren wurde es als Museum genutzt.

Die museale Nutzung wurde zwischenzeitlich aufgegeben – laut Ebel war die jährliche Besucherzahl verschwindend gering. „Da durch die Aufgabe der musealen Nutzung im ehemaligen Klostergebäude auch die Pflege und der Unterhalt des Klosterhofgartens entfallen sind, wurde verwaltungsseitig mit der BBS II eine Lösung gefunden“, erklärt Ebel. „Die Pflege und Unterhaltung dieses Gartens wird durch ein Schulprojekt der BBS II sichergestellt.“ Dies dokumentiere das große Interesse der Schule an der Umnutzung des Gebäudes.

Von Ann-Cathrin Brey

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