100.000 Euro soll der Kopfschutz kosten / Ja zu höherem Zuschuss für den Kulturverein Hankensbüttel

Neue Helme für Wehren der Samtgemeinde

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Die Feuerwehrmitglieder in den Wehren der Samtgemeinde erhalten 380 neue Helme für 100.000 Euro.

ard Emmen. Eine längere Diskussion gab es jetzt bei der Samtgemeinderatssitzung in Emmen über die neuen Helmen für die Feuerwehren.

Widerspruch kam da von Ernst Bludau (BLH), der die Ersatzbeschaffung von Schutzhelmen nicht für jedes Feuerwehrmitglied haben wollte.

„Die neuen Helme sind für die Atemschutzgeräteträger vorgesehen. Es ist aber nicht jeder Feuerwehrmann ein Atemschutzgeräteträger“, begründete er sein Nein. „Der Einsatzleiter weiß aber nicht, wer jeweils eingesetzt wird“, erwiderte Werner Rodewald (CDU). Möglicherweise sei auch der Versicherungsschutz in Gefahr. „Und der Gemeindebrandmeister kann nicht die Verantwortung übernehmen.“ „Eine Begrenzung nur auf die AGT-Träger macht wenig Sinn“, meinte auch Inge Elvers (SPD). Percy Pfeiff (CDU) verwies darauf, dass die Feuerwehrunfallkasse vorgebe, die neuen Helme zu tragen. „Wir wollen auch keine Feuerwehrleute erster und zweiter Klasse schaffen, deren Sicherheit dann weniger wichtig ist“, merkte er an.

Die nötigen 380 Helme sollen rund 100.000 Euro kosten. Aufgrund der großen Bestellung erhoffe man sich Rabatt, sagte Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel. Der Rat entschied bei einer Gegenstimme für die neuen Helme für alle Feuerwehrleute. Ebenfalls anschaffen muss die Samtgemeinde Rückflussverhinderer, die ein Rückfließen von Löschwasser zum Trinkwasser unterbinden sollen. „Ansonsten dürfen wir nicht mehr an Trinkwasser-Entnahmestellen Löschwasser pumpen, sondern müssen pro Ort mehrere Löschwasser-Entnahmestellen einrichten“, erklärte Taebel. Auch das genehmigte der Rat, ebenso die Instandsetzung der Löschwasserversorgung nach Abstimmung mit den Ortsbrandmeistern. Einige der 20 Stellen hätten kleinere Mängel, vier seien defekt, sagte Taebel.

Aufgrund der immer weiter wachsenden Aufgaben sowie dem steigenden Arbeitsumfang der Tätigkeiten der einzelnen Funktionsträger der Feuerwehren sollen die Aufwandsentschädigungen angehoben werden. Dabei liege man hier immer noch definitiv nicht beim Mindestlohn, merkte Taebel an.

Auch der Kulturverein soll einen um 30 Prozent höheren Zuschuss – ab dem kommenden Jahr also 3600 Euro – erhalten. Die letzte Erhöhung hatte es vor zwölf Jahren gegeben. Maximal 5000 Euro will der Samtgemeinderat an den Heimatverein Wittingen für die Digitalisierung früherer Ausgaben des Isenhagener Kreisblattes ausgeben. Gleiche Beträge haben die Samtgemeinden Brome und Wesendorf sowie die Stadt Wittingen bewilligt, erklärte Taebel. Weitere 8000 Euro will der Heimatverein aufbringen. „Das ist eine gute Sache, für die Zukunft“, sagte Elvers. Einen dezentralen Zugriff auf das Archiv soll es aber nicht geben. Den gibts es dann nur im Junkerhof, dem Haus des Heimatvereins, um die unlizensierte kommerzielle Nutzung zu verhindert.

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