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Neue Heimat am Kasernengelände

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Von: Paul Gerlach

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„Die Segelflieger gehören zu Dedelstorf und der Samtgemeinde dazu“, sagt Bürgermeister Bernd Rodewald. Der Verein kann sich Chancen ausrechnen, bald von seiner neuen Heimat am Kasernengelände aus zu seinen Flügen aufzubrechen.
„Die Segelflieger gehören zu Dedelstorf und der Samtgemeinde dazu“, sagt Bürgermeister Bernd Rodewald. Der Verein kann sich Chancen ausrechnen, bald von seiner neuen Heimat am Kasernengelände aus zu seinen Flügen aufzubrechen. © Gerlach

Dedelstorf. Eine neue Heimat am ehemaligen Dedelstorfer Kasernengelände: Laut Bürgermeister Bernd Rodewald stehen die Chancen „nicht schlecht“, dass die Luftsportvereinigung Altkreis Isenhagen (LVI) künftig von dort aus zu ihren Flügen startet (das IK berichtete).

Der Pachtvertrag für das alte Gelände der Segelflieger auf dem Repker Flugplatz war Ende letzten Jahres ausgelaufen.

Bis zu dieser Chance auf ein Durchstarten an neuer Stelle war es ein langer Weg. „Es hat sehr lange gedauert“, weiß Rodewald. Vor gut zwei Jahren habe er die Initiative ergriffen und alle Akteure an einen Tisch bekommen: Im Januar 2014 habe man das erste Mal zusammengesessen - im Museum im ehemaligen Wachgebäude auf dem Kasernengelände. Damals bei dem Treffen mit dabei: Vertreter des Artchers Lands und der Traditionsgemeinschaft Standort Dedelstorf, LVI-Vorsitzender Martin Käppeler, Investor Dr. Lange, Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel, Ilka Bauke von der Verwaltung und Rodewald.

„Es ist schade, dass das Artchers Land raus musste“, sagt Rodewald im Rückblick. „Wir hätten als Gemeinde gern gesehen, dass sie in Dedelstorf weiter ihren Verein betreiben.“ Die Traditionsgemeinschaft sei vom Investor auf dem Gelände belassen worden und sie hätte auch ein besseres Gebäude zur Verfügung gestellt bekommen. „Zwischen Dr. Lange, dem Segelsportverein und mir hat die Chemie bei dem Treffen gestimmt“, sagt Rodewald. Er hoffe, dass nun die Behörden und die Träger öffentlicher Belange bei den Verfahren mitspielen. Gleichzeitig ist Rodewald klar: „Es liegt noch ein langwieriges Stück Arbeit vor uns.“ Es habe aber von vorneherein gepasst, mit dem gemeinsamen Treffen sei der Grundstein gelegt worden.

Die Samtgemeinde und die Verwaltung hätten ihren Teil dazu beigetragen, lobt Rodewald. So seien die Wolfenbütteler Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr als Luftfahrt- und Luftsicherheitsbehörde für Niedersachsen und die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Gifhorn mit in die Planungen eingebunden worden.

Mit der aktuell geplanten verkürzten Start- und Landebahn geht Rodewald davon aus, dass der Lebensraum der Zauneidechse in dem Gebiet geschützt werden kann. „Wenn dies so durchgeht und die behördliche Genehmigung vorliegt, können wir uns freuen.“

Eines steht für den Bürgermeister nicht zur Diskussion: „Die Segelflieger gehören zu Dedelstorf und der Samtgemeinde dazu.“ Seit den 50er Jahren bestehe der Verein dort. „Das höchste Ziel von Martin Käppeler und seinen Mitstreitern ist es, hier in der Gemeinde zu bleiben.“ Für Rodewald sind auch die mittel- und langfristigen Zielsetzungen der Kommune ein entscheidender Punkt: „Wenn wir sanften Tourismus betreiben wollen, gehört das Segelfliegen dazu.“

Generell sieht Rodewald das ambitionierte Vorhaben auf einem guten Weg: „Die Tendenzen sehen nicht schlecht aus.“ Die Wolfenbütteler Behörde habe schon leicht durchblicken lassen, dass das Projekt mit der verkürzten Start- und Landebahn durchaus möglich sei. „Wir werden schauen, was der Landkreis und die Träger öffentlicher Belange dazu sagen.“ Rodewald betont: „Wir sind auf dem Weg, die LVI in der Gemeinde Dedelstorf oder in der Samtgemeinde zu halten.“

Von Paul Gerlach

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