Kreispolitik hat nun drei Varianten zur Auswahl

Neue Halle für Hankensbütteler Gymnasium: Mit oder ohne Tribüne?

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So soll die neue Sporthalle im Ackmann-Stadion in Hankensbüttel aussehen. Durch die Brückenlösung bleibt die Laufbahn erhalten.

Hankensbüttel – Der Landkreis Gifhorn möchte bekanntlich die Hallenkapazitäten des Hankensbütteler Gymnasiums erweitern und im Ackmann-Stadion eine neue Sporthalle errichten.

Der Kreisschulausschuss bekam gestern im Gifhorner Schloss die entsprechenden Pläne für den Millionen-Neubau vorgestellt, der bis 2021 fertiggestellt werden soll.

Thomas Schultz, Geschäftsführer bei der Planschmiede aus Hankensbüttel, präsentierte dem Ausschuss die zwischen Vertretern der Schule sowie den Fachbereichen Schule und Bauwesen abgestimmte Planung. Schultz schickte vorweg: „Die 400-Meter-Laufbahn bleibt erhalten.“ Das gelte auch für die Weitsprunganlage. Ermöglicht wird das durch eine Brückenlösung, die den Zugang in die Halle über das Obergeschoss ermöglicht. Die Laufbahn wird somit von der Brücke „überdacht“. „Die Barrierefreiheit ist bei der Halle gewährleistet“, betonte Schultz. Die Möglichkeit für ein Kleinfußballfeld sei weiter gegeben, 62 Parkplätze werden vorhanden sein.

Auf Wunsch der Schule soll ein rund 22 mal 44 Meter breiter Platz mit Fangzaun, ein so genannter „Käfig“ für Fußball und Basketball, erstellt werden. In der Halle sind im Untergeschoss ein Umkleidetrakt für die Schüler und Lehrer sowie Geräteräume und der Technikbereich vorgesehen. Vom Obergeschoss aus blickt man in die Halle hinunter.

Es gibt drei Grundriss-Varianten: Bei allen sind die zwei Hallenfelder, die durch einen Vorhang abgetrennt werden können, gleich. Variante 1, die Stand heute geschätzte 4,9 Millionen Euro kosten würde, kommt ohne eine Tribüne daher. Bei den anderen beiden Varianten mit jeweils noch höherer Grundfläche ist diese vorgesehen (sie bietet Platz für 130 Personen, dafür kleinerer Kabinentrakt), bei Nummer drei kommen zusätzlich noch Nischen vor den Umkleiden zum Schutz der Privatsphäre sowie ein Schulungsraum hinzu (dafür kleinere Geräteräume). Variante 2 soll 5,1 Millionen, Variante 3 ist mit 5,3 Millionen Euro kalkuliert. Die Kosten für die Außenanlagen sind bei den drei Varianten laut Schultz noch nicht enthalten.

Die multifunktionale Halle soll für den Schul- und den Breitensport geeignet sein. Als Kostenrahmen hat der Landkreis eigentlich 4,8 Millionen Euro vorgesehen. Erster Kreisrat Dr. Thomas Walter hätte gerne bis zum Kreistag in gut einer Woche ein Signal von der Kreispolitik, welche Variante bevorzugt wird. „Wir favorisieren Variante 2“, sagte Walter im Namen der Verwaltung. Denn Zuschauerplätze sollten mit Blick auf den Breitensport vorhanden sein. Nichtsdestotrotz solle der Kostenrahmen von 4,8 Millionen Euro eingehalten werden, so Walter. Laut Holger Schulz vom Bauamt wollen die Samtgemeinde Hankensbüttel, der Landkreis und die Schulleitung „einvernehmlich Variante 2“. Die Schule habe auf Variante 3 wegen des zusätzlichen Unterrichtsraums am stärksten reagiert, dabei sei aber auch klar gewesen, dass dies über dem Anforderungsprofil liege. Einen solchen Raum gibt es auch bei Variante 2 – mit ebenso vielen Plätzen, aber weniger Fläche.

VON PAUL GERLACH

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