Musikalisches Bekenntnis zu Gott

Der Chor und die Instrumentalisten des Musikhauses Kasprzyck gestalteten ein mitreißendes Gospelkonzert in der Klosterkirche Isenhagen.

Hankensbüttel – Von Marc Lücke. „It‘s me, it‘s me, oh Lord, standing in the need of Prayer” schallte es am Sonnabend durch die Klosterkirche Isenhagen. Die Gäste hielt es fast nicht auf den Bänken. Mit einem Gospel-Konzert zur Weihnachtszeit unter dem Motto „There‘s a Light“ begeisterten der Cantate-Chor, die Cantate-Teens und die Instrumentalisten des Musikhauses Kasprzyck das Publikum im voll besetzten Gotteshaus.

Die beiden Chöre unter der Leitung von Claudia Kasprzyck, bestehend aus fast 50 Sängerinnen und Sängern, harmonierten fantastisch mit den drei Trompeten, zwei Posaunen, Schlagzeug, Bongos und Gitarre. Und ein Gospel-Konzert ist immer auch ein Bekenntnis zu Gott. Gospel – englisch für Evangelium oder Gute Nachricht – bezeichnet die christliche afroamerikanische Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. „Gospel ist nicht der Sound, der Klang – es ist die Botschaft. Wenn es von Jesus Christus handelt, ist es Gospel“, sagte einst Edwin Hawkins, der wohl bekannteste amerikanische Gospel-Interpret.

Im Kloster saß Philip Hoop am Keyboard, Philipp Schulze spielte Gitarre und Jakob Müller saß am Schlagzeug. Das Konzert fand im Rahmen des lebendigen Adventskalenders statt. Seit Oktober hatten die Beteiligten geprobt. Los ging es mit „Freedom is coming“. Beim zweiten Stück „Sunny light of Bethlehem“ intonierte Johanna Krummel ein Solo auf der Oboe.

Eine moderne Version der Weihnachtsgeschichte, gelesen von Dörte und Jürgen Brates, führte wie ein roter Faden von Musiktitel zu Musiktitel durch das Konzert. „Clap your Hands, raise your Voice“ animierte Claudia Kasprzyck das Publikum zum Klatschen und Mitsingen. Bei den bekannten Stücken wie „Amen“ und „Go, tell it on the Mountain“ kam zeitweise eine euphorische Stimmung auf, wie man sie sonst nur aus afroamerikanischen Gottesdiensten kennt. Nach einer knappen Stunde war das fröhliche und lebensbejahende Konzert vorbei und das Publikum dankte den Sängern und Musikern mit lang anhaltendem Applaus.

Eines muss aus diesem Anlass einmal festgestellt werden: Claudia und Martin Kasprzyck haben sich mit viel Fleiß und uneigennützigem Engagement um das kulturelle Leben im Isenhagener Land verdient gemacht. Dafür war das Gospel-Konzert mal wieder ein Beweis.

Eine weitere Gelegenheit das Gospel-Konzert „There's a Light“ zu hören, bietet sich am zweiten Weihnachtstag, 26. Dezember, um 11 Uhr in der Katharinen-Kirche in Knesebeck.

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