Hankensbüttel: Polizei hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung / Taten sorgen für gewisse Verunsicherung unter Bürgern

Mülltonnenbrände: Serientäter am Werk?

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Von der Mülltonne am Hohen Weg, die am Sonntag brannte, war unmittelbar nach dem Feuer kaum noch etwas übrig.

Hankensbüttel. Bei der Serie der Müllentonnenbrände in Hankensbüttel (das IK berichtete) geht die Polizei von einem „gestörten Einzeltäter“ aus, sagte Polizeisprecher Thomas Reuter gestern auf IK-Anfrage. Womöglich sei Alkohol im Spiel.

Aber dies sei bislang alles Spekulation. Hinweise aus der Bevölkerung habe es noch keine gegeben.

Zuletzt hatte am Sonntagmorgen gegen 6.30 Uhr an der Straße Hoher Weg ein Müllbehälter in Flammen gestanden. Durch den Brand wurde auch ein Zaun in Mitleidenschaft gezogen. Zuvor hatte es drei Mal im Dezember in der Auestraße gebrannt. Beim ersten Mal mussten die Feuerwehren aus Hankensbüttel und Schweimke mit 25 Mann frühmorgens um 3.40 Uhr anrücken und löschten eine brennende Papiertonne. Bei dem Feuer wurde ebenfalls ein Zaun beschädigt. Beim zweiten Mal lagen in Hankensbüttel die gelben Säcke zur Abholung vor den Grundstücken, und an der Auestraße standen welche in Flammen. Beim dritten Mal kam der Alarm gegen 6.10 Uhr, Anwohner hatten das Feuer bemerkt. Die Hankensbütteler Feuerwehr löschte es. Von einer grünen und einer schwarzen Mülltonne blieb nicht mehr als ein nasser Klumpen Restmüll übrig.

Der Hankensbütteler Ortsbrandmeister Hinric Elvers sagt auf IK-Anfrage: „Gottseidank ist bisher noch nicht mehr passiert.“ Der brennende Müll hätte bislang recht frei gestanden, sodass das Feuer nicht übergreifen konnte. Heiße Asche als Brandursache kann sich Elvers nicht vorstellen, da die Brände stets am frühen Morgen entstanden. „Die Bürger in Hankensbüttel machen sich Gedanken“, bestätigt Elvers, dass die Menschen sich wegen der Serie Sorgen machen. „Auestraße und Hoher Weg sind auch nicht weit voneinander entfernt.“

Auch Bürgermeister Martin Rausch spricht von einer „gewissen Art von Verunsicherung“ unter den Bürgern. Bei den Taten handele es sich nicht um Lausbubenstreiche oder Kavaliersdelikte, unterstrich Rausch. Dies könne schwere Konsequenzen nach sich ziehen. „Die Bürger werden nicht wegschauen“, sagt der Bürgermeister. Panikstimmung herrsche nicht. Bei Unternehmer Franz Börger, der das Ostpreußenviertel in Hankensbüttel aufwerten will, dort Häuser gekauft hat und sie derzeit saniert (das IK berichtete), haben sich noch keine durch die Brände verunsicherten Mieter gemeldet. „So etwas ist aber nie schön“, sagt Börger. Er kündigt an, dass bei den fertig sanierten Häusern die Mülltonnen hinter den Gebäuden stehen werden.

Wer im Zusammenhang mit den Mülltonnenbränden etwas beobachtet hat, kann sich bei der Polizei Hankensbüttel unter (0 58 32) 9 77 70 melden.

Von Paul Gerlach

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