Abschlusskonzert von Schüler der Musikschule Kasprzyck und der französischen Partnergemeinde mit bunter Vielfalt in Hankensbüttel

Mülleimerpercussion und Mozart

Auch eine deutsch-französische Trommelpercussion gab es beim Abschlusskonzert. Foto: Ohse

Hankensbüttel. Das Ergebnis der Woche gemeinsamen Übens präsentierten am Sonnabend 50 Schüler der Musikschule Kasprzyck und aus der französischen Partnergemeinde Le Mesnil-Saint-Denis im Alter von 9 bis 18 Jahren.

Vor dem Konzert im Ludwig-Harms-Haus zeigten die Schüler den Gästen noch, womit sie sich nach den gemeinsamen Mahlzeiten beschäftigten. „Um die Verdauung anzukurbeln, haben wir nach den Mittagessen und vor dem Nachtisch getanzt. Das ist etwas, was wir gemeinsam machen konnten“, erläuterte Claudia Kasprzyck die Contratänze vor der St. Pankratius-Kirche. Auch die Mülleimerpercussion fand noch vor dem Haus statt. Etwas leiser wurde es dann im Saal des Ludwig-Harms-Hauses. Sowohl einzelne Ensembles als auch alle Schüler gemeinsam präsentierten die ganze Bandbreite der Musik, „von Mozart bis zur Moderne“, wie Kasprzyck sagte. Teilweise gab es Gesang, wie bei „Mad World“, dann wieder Trommel-Percussion oder Stücke aus der Klassik. Und es war ganz international, wie man merken konnte, als eine Französin auf englisch mit deutscher Begleitung sang. Und es war immer auch kein Treffen ohne die Europahymne. „Freude schöner Götterfunken“ durfte auch von den Gästen im Saal mitgesungen werden. Wie hier war bei vielen anderen Stücken keine weitere Erklärung der Musiklehrer nötig. Ebenso beim „Ave Maria“ und „Auf der Lüneburger Heide“. Die wenigen nötigen Erklärungen übersetzte Mary-Ellen Gauche für die französischen Gäste.

Dank gab es an die beteiligten fünf Musiklehrer und an die Gastfamilien, in denen die französischen Schüler untergebracht waren. Und am Ende verteilten die Musiklehrer an jeden Schüler ein „Diplom“, zur Erinnerung an den Austausch. „Das ist im Jahr der Europawahlen ein gutes Zeichen, dass auch auf der Basis lockere Treffen stattfinden“, sagte Bürgermeister Martin Rausch. Und: „Das war ein Vorgeschmack für das diesjährige Jubiläum“, bedankte er sich. Die Feiern zum 30-jährigen Geburtstag der deutsch-französischen Partnerschaft werden in Frankreich und dann auch in Hankensbüttel noch im Verlauf des Jahres begangen werden. Dank gab es auch an Swaantje Oltshausen und Stephanie Köllner vom Arbeitskreis der Partnerschaft für die Organisation. „Der einwöchige Besuch war aber nicht nur für ein gemeinsames musikalisches Üben, sondern auch dem Aufbau von Freundschaften gedacht“, sagte Köllner.

Außer dem Musizieren lernten die französischen Gäste auch ein wenig vom Gastland kennen. „Einen Tag waren wir in Hamburg, einen Tag in Wolfsburg“, erklärte Köllner. Am Sonntag ging es für die Franzosen wieder in die Heimat.

Von Burkhard Ohse

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