Hans-Felix Trunkwalter aus Steinhorst legt seinen dritten Kriminalroman vor

Mord, Jagd, Mystik – und ein Schuss Osterwasser

Der Steinhorster Autor Hans-Felix Trunkwalter präsentiert seinen dritten Kriminalroman mit dem Titel „Osterwasser“. Foto: Ohse
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Der Steinhorster Autor Hans-Felix Trunkwalter präsentiert seinen dritten Kriminalroman mit dem Titel „Osterwasser“.

ard Steinhorst. Schon der Umschlag zeigt, was der Buchinhalt verspricht: Eine geheimnisvolle Frau auf einem schwarzen Hengst ist da zu sehen. Mystik, dazu Liebe mit Hindernissen, Jagd, Mord und moderne Sklaverei sind die Themen von Hans-Felix Trunkwalters neuestem Buch.

Dem Steinhorster Autor, der sich vorgenommen hat, jedes Jahr ein Buch zu schreiben, ist wie auch in den beiden Vorgängerwerken „Blut, Schweiß und Tränen“ und „Die Todesleiter“ ein interessant verwobener Kriminalroman gelungen.

Der schon bekannte Kommissar Horst von Niets und seine Assistentin Chantal Gänsel werden vor große Rätsel gestellt. Auch die Leser werden gut mitgenommen, die von so manchem Alibi oder einer neuen Information überrascht werden. Denn in „Osterwasser“ geht es eben auch um Mord und über den liest man gleich zu Beginn. Danach geht es zurück: Trunkwalter baut die Geschichte aus der Vergangenheit auf und stellt die handelnden Personen vor.

Da ist zum einen der eigenwillige, narzisstische Waldbesitzer Caspers, der auf dubiose Rollenspiele steht und der seine Haushälterin Ramona Kaminski fast wie eine Sklavin in jeder Beziehung hält. Er sieht ungern fremde Menschen in seinem Wald, es sei denn, sie bezahlen für einen Wildabschuss. Zum anderen gibt es den Großbauern Venske, einen Nachbar Caspers, dessen Sohn sich in die Haushälterin verliebt und immer wieder in Konflikt mit Caspers aufgrund der Wildschäden gerät. Hinzu kommt die Familie Neumaier, die den Familienvater bei einem Verkehrsunfall verloren hat und mit dem an der Unfallstelle aufgestellten Kreuz ebenfalls Ärger mit Caspers bekommt. Dazu kommt es immer wieder zu Streitereien wegen Naturschutzbelangen. Dann gibt es noch die geheimnisvolle schwarz gekleidete Schönheit Rose Lohmann mit ihrem Bruder, die durch Handauflegen heilen kann. Auch sie, die von vielen Bewohnern des fiktiven Orts Sautenholz als mit dem Teufel im Bunde vermutet wird, gerät in Konflikt mit Caspers, weil sie in seinem Wald nach Kräutern sucht.

Vor allem auch die Jagd steht in Trunkwalters Krimis im Mittelpunkt, und nun kommen alte Bräuche dazu. Osterwasser, so Trunkwalter, ist nach alter Überlieferung am Ostersonntag vor Sonnenaufgang in einem sauberen Bach geschöpftes Wasser, dem viele positive Eigenschaften zugeschrieben werden. „Unter anderem soll es schön machen, wenn man sich mit ihm wäscht.“ Auch in Steinhorst wurde dieser Brauch früher bisweilen gepflegt.

Gelöst will Trunkwalter nun auch das Rätsel des Namens Horst von Niets sehen. Der Name gehört zur Heimat des Autors, und der lebt seit frühester Kindheit sehr gern in Steinhorst. „Aus diesem Grund gab ich meinem Chefermittler einen Namen mit Bezug zu meinem Dorf. Der Vorname Horst steckt im Ortsnamen, und wenn man Stein rückwärts schreibt, wird daraus Niets, der ausgewählte Nachname des Kommissars.“ Mit dem „von“ hat der Autor seinen Heimatort ein wenig geadelt. „Das hat der schöne Ort mit seiner tollen Dorfgemeinschaft auch verdient.“

Trunkwalters neuestes Werk ist – wie auch die beiden vorherigen – ab sofort bei den örtlichen Buchhandlungen, im Buchhandel generell und über das Internet zu beziehen.

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