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Mittagstisch als Treffpunkt

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Ein warmes Essen ist nicht für alle Menschen Alltag, in Hankensbüttel wird nun ein Mittagstisch angeboten.  Foto: picture-alliance/dpa
Ein warmes Essen ist nicht für alle Menschen Alltag, in Hankensbüttel wird nun ein Mittagstisch angeboten. Foto: picture-alliance/dpa

Hankensbüttel. Eine warme Mahlzeit ist längst nicht für alle Menschen eine Selbstverständlichkeit. Zahlreiche Menschen, besonders Ältere, leben allein. Für sie lohnt es nicht, selbst zu kochen oder sie können es gesundheitlich nicht mehr.

Andere wiederum verzichten aus Kostengründen darauf oder weil sie keine Zeit haben, sich an den Herd zu stellen. Die Kirchengemeinde Hankensbüttel bietet ab 23. September in Zusammenarbeit mit dem DRK-Ortsverein einen Mittagstisch an. Dieser soll nicht nur ein warmes Mittagessen bieten, sondern auch Treffpunkt für die Menschen aus Hankensbüttel und den Außendörfern sein.

Schon seit längerer Zeit hatte Pastor Jens Seliger, der die Hankensbütteler Kirchengemeinde mittlerweile verlassen hat (das IK berichtete), die Idee für eine solche Mittagsrunde. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Kirchenvorstandes, Hinrich Hornbostel, wurde an der Umsetzung gearbeitet. Dabei kam die Kirche mit Annette Luttermann vom sozialen Arbeitskreis des Hankensbütteler DRK-Ortsvereins ins Gespräch. Auch vom Ortsvereins-Vorsitzenden Sven Mayerhofer kam eine positive Rückmeldung, berichtet Hornbostel.

Der Mittagstisch soll an jedem letzten Freitag im Monat angeboten werden. Erster Termin ist der 23. September, an dem auch Pastor Jens Seliger dabei sein wird. Der Mittagstisch wird von 12 bis 13.30 Uhr im Hankensbütteler Ludwig-Harms-Haus angeboten und beinhaltet ein Drei-Gänge-Menü. Hinterher besteht die Möglichkeit, bei einem Kaffee zusammen zu sitzen.

Die Kirchengemeinde hat beim Diakonischen Werk einen finanziellen Zuschuss beantragt. Pro Person werden 3 Euro Kosten erhoben. Diese Summe soll laut Hornbostel aber als Richtpreis dienen und wird über eine Spendendose abgewickelt. Der Betrag solle aber für Menschen, die die Summe nicht zahlen können, kein Hinderungsgrund sein. Kinder brauchen grundsätzlich nichts zu zahlen.

„Wir wollen keine Konkurrenz zur Wittinger Tafel oder gar den Restaurants und Imbissen sein“, unterstreicht der Kirchenvorstandsvorsitzende. Der Mittagstisch soll ein ergänzendes diakonsiches Projekt der Kirchengemeinde mit dem DRK sein. Das Essen wird in der DRK-Bereitschaft Sprakensehl zubereitet und nach Hankensbüttel gebracht. Die Menschen hinter den Kulissen arbeiten ehrenamtlich. Für Einkauf, Vorbereitung oder Abwasch werden Männer und Frauen gesucht, die mithelfen möchten. Ansprechpartner sind die beiden Hankensbüttelerinnen Brigitte Merwitz und Annette Luttermann, die die Organisation übernimmt.

Zur besseren Planung bittet die Kirchengemeinde um Voranmeldung bei den ersten drei Mittagstischen – im Kirchenbüro unter Telefon (0 58 32) 3 46.

Von Sabine Peter

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