Samtgemeinde tritt nun doch bei

Mitinitiator Hankensbüttel möchte von IT-Verbund des Landkreises profitieren

Die Samtgemeinde Hankensbüttel möchte nun doch dem IT-Verbund des Landkreises beitreten.
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Die Samtgemeinde Hankensbüttel möchte nun doch dem IT-Verbund des Landkreises beitreten.

Hankensbüttel – Die Samtgemeinde Hankensbüttel war Mitinitiator der Gründung eines kreisweiten IT-Verbundes. Aus mehreren Gründen war allerdings zunächst von einem Beitritt abgesehen worden (das IK berichtete).

Nun hat der Samtgemeinderat bei einer Gegenstimme beschlossen, dass die Samtgemeinde möglichst zum 1. Januar 2020 beitreten soll, ansonsten zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Der Landkreis wird mit der Wahrnehmung der Aufgabe zum Betrieb auf Dauer beauftragt. Die laufenden Kosten werden sich nach der Abnahme der Leistungen richten und im Wege einer Vollkostenrechnung ermittelt.

IT-Systembetreuer Thomas Bode wird im Weg des Betriebsübergangs an den Landkreis abgegeben. Der Landkreis beschafft im Auftrag der Gebietseinheiten alle für den Betrieb erforderlichen Mittel (Hard- und Software, Dienstleistungen).

Komplexere Anforderungen

Der Verwaltung in Hankensbüttel erscheint es als sinnvoll, dem IT-Verbund beizutreten. Aufgrund der immer komplexer werdenden Herausforderungen im IT-Bereich sei die Aufgabenfülle mit der einen Vollzeitstelle nicht mehr zu leisten. Für den Vertretungsfall sei ein externer Dienstleister beauftragt, der allerdings keinen bezahlbaren Vollservice bieten könne. Aufgrund mangelnder Personalkapazitäten werde auch die Betreuung der Schulen bereits durch einen externen Dienstleister gewährleistet. Der Beitritt zum IT-Verbund biete den Vorteil, dass dieser eine komplette Abteilung mit derzeit 22 Mitarbeitern, spezialisiert in den verschiedenen Teilbereichen, zur Verfügung stelle. Eine weitere Personalaufstockung sei geplant. Laut Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel sollen es rund 35 Personen sein. Die Vertretungsfrage stellt sich laut der Verwaltung daher nicht.

„Große Lösung am besten“

Werner Rodewald (CDU) begrüßte einen Beitritt: „Eine große Lösung ist am besten.“ Bislang sei das Thema noch nicht reif gewesen, das ändere sich nun. Es gebe zunehmende Anforderungen in diesem Bereich. Diese könne die Verwaltung in Hankensbüttel nicht alleine stemmen.

Taebel betonte, dass der IT-Verbund – anders als jetzt – damals nicht vorgehabt habe, auch die Schulen zu betreuen. „Das war aber für uns die Voraussetzung für eine Teilnahme.“ Man habe erst einsteigen wollen, wenn man vollkommen überzeugt sei. Klar sei auch, dass die Kosten linear ansteigen.

Für den Beitritt zum IT-Verbund spricht aus Sicht von Silke Schröder (CDU), dass die Vertretung im Krankheitsfall damit geregelt ist und beim Landkreis jederzeit ein Mitarbeiter zur Verfügung stehe.

Uwe Weber (BLH) fiel bei der Sitzung durch mehrfache Angriffe gegen Samtgemeindebürgermeister Taebel auf („Sie haben die Samtgemeinde mit Schulden überhäuft“) und in einem Fall gegenüber Dirk Köllner (CDU) durch eine persönliche Bemerkung unter der Gürtellinie. Taebel wies die Vorwürfe scharf zurück und bezeichnete Webers Anschuldigungen als Verleumdung. Ein Rauswurf Webers aus dem Versammlungsraum wurde per Zwischenruf aus dem Ratsrund gefordert, Weber durfte aber bis zum Ende teilnehmen.

VON PAUL GERLACH

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