Obernholzer Rat beschließt einstimmig Haushalt für 2014 / 41 500 Euro Fehlbedarf / Forstwegeausbau steht auf Agenda

Minus durch höhere Umlagen

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Die Gemeinde Obernholz plant 75 000 Euro für Baumaßnahmen bei den Forstwegen in 2014 ein.

Wierstorf. Der Rat der Gemeinde Obernholz hat auf seiner jüngsten Sitzung einstimmig den Haushaltsplan 2014 beschlossen.

Dieser ist nicht ausgeglichen: Die Erträge in 2014 sollen 584 500 Euro betragen, bei den Aufwendungen sind es 626 000 Euro, so dass ein Fehlbedarf von 41 500 Euro entsteht.

Größere Maßnahmen sind im Haushalt nicht enthalten, sondern nur die Standardansätze wie in den Vorjahren. Der Posten für die Straßenunterhaltung wurde von 30 200 Euro für das Jahr 2013 auf 50 000 Euro in 2014 erhöht, um laut Verwaltung dringend notwendige Maßnahmen durchführen zu können.

Dass der Haushalt trotzdem nicht ausgeglichen werden kann, liegt nach Angaben von Nicole Zergiebel, Haushaltsexpertin der Verwaltung, vor allem daran, dass in 2013 erhebliche Mehreinnahmen von 64 400 Euro im Vergleich zu den Planzahlen bei der Gewerbesteuer anfielen, auf die in 2014 entsprechend höhere Umlagen zu zahlen sind. Kreis- und Samtgemeindeumlage erhöhen sich um 38 500 Euro im Vergleich zu 2013. Gleichzeitig könne aber nicht damit gerechnet werden, dass die Gewerbesteuer auch in 2014 wieder bei 90 000 Euro liege. Stattdessen werde ein Ansatz von 50 000 Euro angenommen. Da in den Folgejahren ein Haushaltsausgleich wieder realistisch erscheine und Überschüsse aus Vorjahren vorhanden seien, werde auf das Aufstellen eines Haushaltssicherungskonzeptes verzichtet.

Bei den Pachteinnahmen und Erstattungen wird bei den Windkraftanlagen für 2014 mit Einkünften von 38 000 Euro gerechnet.

Die Genehmigung vorausgesetzt, plant die Gemeinde in 2014 Zuwendungen und Beiträge in Höhe von 45 000 Euro für den Forstwegebau ein. Für Baumaßnahmen beim Forstwegeausbau sind 75 000 Euro vorgesehen. Der Zuschuss an die Samtgemeinde für das Grundstück für das Feuerwehrhaus Wierstorf beträgt 10 000 Euro (das IK berichtete).

Es sind laut Verwaltung keine Darlehensaufnahmen notwendig. Der zu erwartende Kassenstand Ende 2013 von rund 100 000 Euro werde ausreichen, um sowohl die Investitionen als auch das laufende Geschäft zu finanzieren. Es werde in 2014 ein Abgang an Liquidität von rund 70 600 Euro erwartet. Damit würde der Kassenbestand Ende 2014 rund 29 400 Euro betragen. Zur kurzfristigen Überbrückung von Liquiditätsengpässen sind 90 000 Euro Liquiditätskredite eingeplant – wie schon in den Vorjahren.

Von Paul Gerlach

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