Landkreis kauft Gebäude und gewährt Darlehen, um den Standort für zu Jahrzehnte sichern

7,6 Millionen für die Augenoptiker-Akademie in Isenhagen

Sehen eine rosige Zukunft für die Fachakademie für Augenoptik: Mathias Biermann (Leiter der Fachakademie), Bettina Meyer-Burkhardt (Geschäftsführerin der Landesinnung), Tobias Heilmann (SPD, Mitglied des Landtags) und Giovanni Di Noto (Landesinnungsobermeister von Niedersachsen und Bremen).
+
Sehen eine rosige Zukunft für die Fachakademie für Augenoptik: Mathias Biermann (Leiter der Fachakademie), Bettina Meyer-Burkhardt (Geschäftsführerin der Landesinnung), Tobias Heilmann (SPD, Mitglied des Landtags) und Giovanni Di Noto (Landesinnungsobermeister von Niedersachsen und Bremen).

Isenhagen – „Es ist ein Leuchtturmprojekt für den Nordkreis.“ So beschreiben Tobias Heilmann (SPD, Mitglied des Landtags) und Giovanni Di Noto (Augenoptikeroberinnungsmeister von Niedersachsen und Bremen) die Fachakademie für Augenoptik in Isenhagen.

Und damit dies auch in Zukunft so bleibt, wird nicht nur aktuell, sondern auch in Zukunft kräftig investiert. Gemäß einer Vorlage für den heutigen Haushaltsausschuss will der Landkreis Gifhorn die Internatsgebäude übernehmen und für 1,6 Millionen Euro sanieren. Im Gegenzug wird der Landesinnung für Augenoptik ein Kredit von 6 Millionen Euro gewährt.

„Ohne den Ausbau hätte man langfristig wohl die Akademie schließen müssen“, erklärt Heilmann im IK-Gespräch. Daher sind in nächster Zeit mehrere Investitionen geplant, um den langfristigen Erfolg der Akademie zu sichern:

• Die Gebäude sollen energetisch saniert werden.

• Die Mensa soll ausgebaut werden, um der gestiegenen Schülerzahl gerecht zu werden.

• Ein zusätzliches Seminargebäude soll gebaut werden, unter der Berücksichtigung des Denkmalschutzes.

• Die Reihenhäuser auf dem Gelände sollen so umgebaut werden, dass die Mitarbeiter hier wohnen können.

Idealerweise soll dies bis Sommer 2022 abgeschlossen sein, dem 40-jährigen Bestehen der Fachakademie. Di Noto war im Gründungsjahr 1982 Schüler an der Akademie. Die Institution liegt ihm daher besonders am Herzen, ebenso die Umsetzung der Sanierungen im Sinne des Denkmalschutzes: „Das ist schon eine Perle hier.“ Alle Arbeiten sollen sich daher in das Gesamtbild des ehemaligen Klosters einfügen. Am Ende der Maßnahmen soll ein „Campus mit Charme“ entstehen. So sei es wichtig, dass alle Bereiche eng miteinander verzahnt sind. Etwa der Weiterbildungsbereich, wo aktuell fünf Teilnehmer ihren Meistertitel erwerben, mit dem Lehrbetrieb.

Bettina Meyer-Burkhardt (Geschäftsführerin der Landesinnung) erklärt, warum die Bedeutung der Fachakademie so groß ist: „Durch die Lernkooperative werden Berufsschule und Praxis miteinander verbunden.“ Hankensbüttel habe sich auch als optimaler Standort erwiesen, wie Di Noto und Meyer-Burkhardt erklären: „Für Kleingruppen ist es hier ideal. Es gibt genug Freizeitangebote und trotzdem nicht zuviel Ablenkung. Man kann sich auf das Wesentliche konzentrieren.“ Für die Beliebtheit spricht auch, dass sowohl Bremen, Mecklenburg-Vorpommern als auch Sachsen-Anhalt ihre Schüler nach Isenhagen schicken.

Auch wirtschaftlich spielt laut Meyer-Burkhardt das Internat eine wichtige Rolle: „Bei Arbeiten, die wir selber vergeben können, schreiben wir unter regionalen Firmen aus.“

Auch die Rolle der Schüler spiele hier eine große Rolle. Di Noto erklärt: „ Die Schüler beziehen viele privat vermarktete Unterkünfte. Und wer nicht in der Mensa isst, gibt sein Geld in Supermärkten oder Restaurants aus.“ Heilmann ergänzt: „Bevor die Schüler nach Hause fahren, tanken sie hier. Die Jugendherberge profitiert auch von den Übernachtungen.“ Meyer-Burkhardt ergänzt, dass über 30 Mitarbeiter an der Akademie arbeiten – ebenfalls ein Faktor. Während der Corona-Pandemie hat die Akademie kein Geld erhalten, wie Meyer-Burkhardt sagt. Durch die freiwilligen Mitgliedsbeiträge hat man sich bisher weiter gehalten. „Das zeigt uns, dass wir einen hohen Stellenwert haben“, ergänzt Di Noto. Meyer-Burkhardt, Heilmann, Di Noto und Mathias Biermann, Leiter der Fachakademie, sind sich einig: Mit diesen Rahmenbedingungen will man sich auf die nächsten Jahrzehnte erfolgreich vorbereiten.

VON MAX A. MORRISON

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare