Schüler aller Jahrgänge betroffen

Mehrere Corona-Fälle am Hankensbütteler Gymnasium

Eingangsbereich des Hankensbütteler Gymnasiums.
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Die vierte Corona-Welle rollt mit Wucht durch Deutschland, auch am Hankensbütteler Gymnasium gibt es mehrere Fälle. Wie viele genau, ist nicht ganz klar. „Die Zahl ist auf jeden Fall zweistellig“, sagte Schulleiterin Cornelia Röhrkasten auf IK-Anfrage. Für einen möglichst genauen Überblick ist sie auf entsprechende Rückmeldungen von Eltern und Schülern im Falle einer Infektion angewiesen.
  • Paul Gerlach
    VonPaul Gerlach
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Hankensbüttel – Seit dem Schulbeginn nach den Herbstferien gibt es am Hankensbütteler Gymnasium mehrere Corona-Fälle. Betroffen sind laut Schulleiterin Cornelia Röhrkasten Schüler sämtlicher Jahrgänge von 5 bis 13. Der Großteil von ihnen sei nicht geimpft. Aber auch ein oder zwei geimpfte Schüler sollen sich infiziert haben. Reagiert wird mit dem Anordnen von Quarantäne und dem Einsatz von PCR-Tests zum Entdecken von Infektionen.

Meldungen wichtig

Die Bildungseinrichtung agiert auch weiterhin selbst als eine Art Gesundheitsamt. Man sei ständig auf die Meldung von Eltern und Schülern angewiesen, so Röhrkasten – wenn etwa der Schüler Symptome zeigt und deswegen zu Hause bleiben soll. Die Schule entscheidet dann, ob der- oder diejenige zu Hause bleibt oder nicht, und meldet dies ans Gesundheitsamt. Die Behörde verfolgt dann die Infektionsketten.

Röhrkasten geht von einer „auf jeden Fall zweistelligen Zahl“ aus. Sie tippt auf 10 bis 15 Schüler, da könne sie aber auch daneben liegen. Auch in den Jahrgängen 12 und 13, in denen einige Schüler nicht geimpft sind, seien Infektionen aufgetreten. Bis auf einen Fall seien aber alle durch die Schule mitgeteilten Fälle beim Gesundheitsamt schon bekannt gewesen. Es sei durchaus schwierig, den Überblick zu behalten, sagt die Schulleiterin, denn nur Infektionsfälle, von denen sie wisse, könne sie ans Amt weiterleiten. Von einigen wisse sie aber schlicht nichts.

Ausreichend Test-Kits

Bei Schülern, die die gleiche Klasse oder den gleichen Kurs besuchen wie die Infizierten, werden PCR-Tests vorgenommen. Innerhalb des Jahrgangs wird in solchen Fällen Selbstbeobachtung auf Symptome angeordnet.

„Die Eltern, Schüler und Kollegen machen sich Sorgen“, ist Röhrkasten völlig bewusst. Wenn die Zweifel und Sorgen zu groß sind, werde dann schon mal selbst entschieden, dass – wenn notwendig – zu Hause geblieben wird. Für etwas Sicherheit sorgt da, dass ausreichend Test-Kits vorhanden sind, die weiterhin stetig nachgeliefert werden. Auch Lehrer und Schüler, die schon geimpft sind, können sich so einmal die Woche, gegebenenfalls öfter, testen. „Wir kommen nicht in Engpässe und das gibt zusätzliche Sicherheit“, sagt Röhrkasten.

Ihre Befürchtungen und die vieler weiterer Beteiligter, dass es mit der vierten Welle heftiger für die Schulen kommen wird, scheinen sich zu bewahrheiten. Röhrkasten: „Es wird vor allem die Ungeimpften treffen.“ Hoffentlich ohne einen schweren Verlauf. Nun geht es nicht nur am Hankensbütteler Gymnasium darum, Infektionen rechtzeitig durch Tests zu entdecken. „Wir tun alles im Zusammenspiel“, sagt die Schulleiterin. Es gebe zwar etliche Fälle, aber keine punktuelle Ausbreitung, etwa in einem ganzen Kurs.

Mobiles Impfen?

Unter der Voraussetzung, dass mindestens eine Handvoll Schüler sich anmeldet und vielleicht noch weitere mitziehen, kann sich Röhrkasten auch gut vorstellen, dass man erneut ein mobiles Impfteam an die Schule holt. „Hoffentlich lassen sich die Ungeimpften noch impfen.“

• Wie es mit der Maskenpflicht im Unterricht weitergeht, ist Gegenstand von vielen Diskussionen. Röhrkasten erinnert daran, dass eine stufenweise Aufhebung der Maskenpflicht zumindest im Gespräch gewesen ist. Sie wird aber nicht die einzige Schulleiterin sein, die die Frage aufwirft, ob dies vor der aktuellen Entwicklung „gut überlegt“ ist. Man müsse sich überlegen, ob nicht zumindest ab Jahrgang 5 die Maskenpflicht aufrechterhalten werden sollte.

„Bei 1000 Schülern braucht man eine klare Regelung“, hält Röhrkasten fest. Auch wenn es kein Zuckerschlecken sei, sechs Stunden lang am Stück eine Maske zu tragen. Sie sei sich aber sicher, dass die Mehrheit das in Kauf nehmen werde. „Nun wird die heiße Phase eingeläutet“, ist sie sich sicher. Zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr habe man sich im Lockdown befunden, erinnert sie.

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