„Naturschutz fängt klein an“

Für mehr Insekten: Karl-Söhle-Schule geht mit gutem Beispiel voran

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Die Hankensbütteler Karl-Söhle-Schule engagiert sich in Sachen Insektenschutz. Die im September angelegte Blumenwiese steht derzeit in voller Blüte.

Hankensbüttel – Mehr Blühstreifen, weniger Mähen: In der Gemeinde Hankensbüttel wird ein ganzes Bündel an Maßnahmen für den Arten- und Insektenschutz durch den Bauhof umgesetzt (das IK berichtete).

Doch Maßnahmen dieser Art beschäftigen nicht nur die Verwaltung und ohnehin die Gesellschaft, sondern natürlich auch die Schulen. Die Hankensbütteler Karl-Söhle-Schule geht dabei mit gutem Beispiel voran.

Die gelernte Landschaftsgärtnerin Anke Busch, auf dem Schulhof und den Außenanlagen als Subunternehmerin für die Gemeinde aktiv, sowie Hausmeister Peter Wedeking nehmen Bezug auf den entsprechenden IK-Artikel vom 21. Mai. Sie verweisen darauf, dass die Karl- Söhle-Schule schon seit einiger Zeit dieses wichtige Thema auf der Agenda hat und Maßnahmen in dem Bereich umsetzt. Alles unter dem Motto „Naturschutz fängt klein an“.

„Schon im September haben wir auf etwa 500 Quadratmetern eine Blumenwiesenmischung ausgesät, die jetzt in voller Blüte steht“, freuen sich Busch und Wedeking. Im März sei dann ein Insektenhotel dazugekommen. Bald sollen noch 18 Bäume gepflanzt werden, die größtenteils zu „Bäumen des Jahres“ durch die Dr. Silvius Wodarz Stiftung gekürt worden sind.

Busch erläutert auf IK-Anfrage, dass hinter der Turnhalle die Kiefern und Tannen entfernt wurden. Dort kommen nun die neuen Bäume hin und gesellen sich zu der pflegeleichten Blumenwiese, die den Mutterboden festigt. Busch will eine Art Arboretum – also eine Sammlung verschiedenartiger Gehölze – einrichten. Allerdings nicht mit seltenen Bäumen, sondern vielmehr mit solchen, die in der hiesigen Region bekannt sind, mit den Bedingungen gut zurechtkommen und bislang nicht auf dem Schulgrundstück zu finden waren.

Busch würde es freuen, wenn es klappen sollte, dass die Schulklassen als Paten für die Bäume zuständig sind. Diese werden in Kürze bestellt, die Finanzierung übernimmt der Förderverein der Schule. Dazu gehört die Flatterulme als Baum des Jahres 2019, der Speierling (1993), die Elsbeere (2011), die Wildbirne (1998) oder die Schwarz-Erle (2003). Aber auch ein Riesenmammutbaum und eine Kupfer-Felsenbirne sind darunter.

Ein Baumstamm mit Bohrlöchern im Holz als Nisthilfe für Insekten soll darüber hinaus auf dem Gelände hochkant eingegraben werden.

Bei der Karl-Söhle-Schule ist es ein erklärtes Ziel, als „umweltfreundliche Schule“ bei den Schülern ein Umweltbewusstsein anzubahnen, sodass es für sie selbstverständlich wird, „das Abfallaufkommen zu mindern, Rohstoffe zu schonen und Energie zu sparen“.

VON PAUL GERLACH

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