Hankensbüttel: Verkehrsausschuss diskutiert über die Einführung verkehrsberuhigter Bereiche

Mehr 30er Zonen für Gemeinde?

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In der Gemeinde Hankensbüttel gibt es derzeit zwei Tempo-30-Zonen. Für die Wählerinitiative Hankensbüttel (WIH) ist das zu wenig. Sie beantragten in der letzten Sitzung des Verkehrsausschusses, die Gemeinde flächendeckend mit 30er Zonen auszuweisen.

Hankensbüttel. Soll die Gemeinde Hankensbüttel flächendeckend eine Tempo-30-Zone werden? Wenn es nach der Wählerinitiative Hankensbüttel (WIH) geht, sei das genau der richtige Weg um Hankensbüttel als Standort für Familien mit Kindern attraktiver zu machen.

„Wenn es einen Ort gibt, der als familienfreundlich bekannt ist und dann auch noch verkehrsberuhigtes Wohnen mit sicheren Schulwegen dazugehört ist das ein Standortvorteil im Wettbewerb gegen die anderen Kommunen“, ist sich Reinhard Weißmann (WIH) sicher.

Laut ihm sind die bestehenden Tempo-30-Zonen zwischen der Uelzener Straße und der Steimker Straße sowie die Zone im Neubaugebiet an der Oerreler Straße noch nicht ausreichend. „Drei weitere Zonen stehen uns gedanklich vor Augen und ich finde, es fehlen noch drei weitere“, erklärt er. So soll auch das Wohngebiet zwischen der Celler Straße und der Uelzener Straße mit dem Ostpreußenviertel, die alte Ortsmitte mit dem Gymnasium von der Wittinger Straße bis zur Bahnlinie und in Emmen die Straße Im Winkel mit ihren Seitenstraßen als 30er Zone ausgewiesen werden. Die Hauptverkehrswege, wie die Wittinger Straße oder Celler Straße selbst sollen aber nicht betroffen sein.

Peter Dietz (Grüne) erinnerte daran, dass er in den 80er Jahren schon einmal einen ähnlichen Antrag für die Gemeinde gestellt hatte. „Damals habe ich nur Kopfschütteln geerntet. Die erste Tempo-30-Zone ist dann 2014 auf Antrag von Bürgern eingeführt worden.“

Monika Geertsema (SPD) gab zu bedenken, dass der Landkreis damals aufgrund verschiedener Regularien nur die zwei bestehenden Gebiete genehmigte und wollte wissen: „Sind die Bedingungen denn jetzt andere?“ Dies konnte Dieter Krzykowski von der Verwaltung bestätigen. Der Landkreis habe das Verfahren vereinfacht. „Es können nun einzelne Straßenzüge oder auch die Bundesstraße als 30er Zone ausgewiesen werden. Das ist heutzutage kein Thema mehr. Das könnte man tatsächlich machen“, berichtete er.

Ausschussvorsitzender Hinrich Schulze (CDU) gab dem gegenüber zu bedenken, dass sämtliche verkehrsregelnde Schilder, wie ein Halteverbot oder die Vorfahrt entfernt werden. Auch sei dann das beidseitige Parken erlaubt, dass an einigen Straßen für Probleme sorgen könnte. Das sieht auch Dirk Köllner (CDU) so: „Es ist dann wirklich die Frage, ob damit der Zweck erreicht wird oder ob durch den Wegfall von verkehrsregelnden Maßnahmen neue Gefahrenpunkte entstehen.“

Dietz (Grünen) wünscht sich deswegen in der nächsten Ausschusssitzung eine Vorlage mit Vorschlägen, wo die Tempo-30-Zonen eingerichtet werden könnten und welche Straßenzüge darunter fallen. Dem stimmte Schulze (CDU) zwar zu, wollte den Vorschlag aber noch erweitern, in dem auf einer Karte alle Zonen rausgearbeitet und schon einmal mit Pro und Kontra sowie mit Rücksprache des Landkreises bewertet werden. In dem Sinne wurde dann schließlich der neue Beschlussvorschlag umformuliert und einstimmig an den Rat empfohlen.

Von Ann-Cathrin Brey

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