Videofilme und Fotoausstellung gemeinsam mit Flüchtlingen unter dem Motto „Ankommen“ / Start im April

Medienwerkstatt: Für Projekt gibt es 12.000 Euro vom Land

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Die ersten 12.000 Euro an Fördergeldern für ihr geplantes multimediales Projekt sind zugesagt: Ulrich Willier (l.) und Thorsten Heinze von der Medienwerkstatt.

Hankensbüttel – 60 Vorhaben in Niedersachsen erhalten eine Förderung – und ein großes, multimediales Projekt der Medienwerkstatt Isenhagener Land ist eines davon. 12.000 Euro fließen als Landesmittel des Kulturministeriums nach Hankensbüttel.

Das neue Projekt mit dem Titel „Ankommen“, das im April starten soll, ist auf zwölf Monate angelegt und setzt sich mit verschiedenen Flüchtlingsgenerationen auseinander: Es geht um die Fluchtursachen und -wege von Geflüchteten aus mehreren Epochen – nach 1945, nach Auflösung der Sowjetunion 1989, aufgrund des Jugoslawienkrieges 1990 oder auch bei den nach Europa kommenden Flüchtlingen in der heutigen Zeit.

Dabei ist auch eine Fotoausstellung mit 20 Portraits geplant – unter Mitwirkung von ehemaligen und aktuellen Flüchtlingen. Sie soll Mitte Januar 2020 gezeigt werden. Begleitveranstaltungen, etwa musikalischer Natur, sind ebenfalls vorgesehen. Eine Co-Finanzierung ist erforderlich, sodass die Medienwerkstatt nach der jetzt erfolgten Förderzusage auf die Suche nach weiteren Geldgebern gehen kann. Neben geringen Eigenmitteln müssen 7.000 Euro durch Sponsoren hinzukommen. Die Gesamtkosten fürs Projekt werden bei etwa 26.000 Euro liegen. Jürgen Rohde und Ira Tolstichin haben bereits ihre Mitarbeit im Projekt zugesagt.

Die gemeinnützige Hankensbütteler Einrichtung arbeitet bei dem Projekt mit der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur (LAGS) zusammen – und zwar mit den Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle in Braunschweig. So wurde das Projekt auf mehrere Fördertöpfe hin abgestimmt.

Der Landtagsabgeordnete Tobias Heilmann aus Ummern betont, dass es für die SPD außer Frage stehe, „dass gerade vergleichsweise kleine Kultureinrichtungen wie die Medienwerkstatt Isenhagener Land eine große Bereicherung für das kulturelle Leben in Niedersachsen darstellen.“ Gina Hasenfuß von der CDU-Regionalvertretung für den Landkreis bedauert, „dass das Engagement im Ehrenamt häufig leider rückläufig ist“.

Daher freue man sich als CDU im Landkreis umso mehr, dass das Land das ehrenamtliche Engagement unterstütze und fördere und damit der Arbeit einen hohen Stellenwert zuspreche.

VON PAUL GERLACH 

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