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Masel will Windkraftanlagen

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Die Mehrheit der Maseler hofft, dass sich bald in der Nähe des Ortes Windräder drehen. Foto: Archiv

Masel/Bokel. Matthias Röling-Müller aus Masel setzte während der jüngsten Bauausschusssitzung der Gemeinde Sprakensehl stellvertretend für das Dorf ein Zeichen.

In einem Bogen der von Norden nach Osten um den Ort verläuft, sollen bis zu sieben Windkraftanlagen entstehen (wir berichteten). Wenn es nach den Maselern geht, sollen die Räder besser heute als morgen kommen.

Von 79 wahlberechtigten Einwohnern stimmten bei einer Unterschriftensammlung 62 dafür, dass die Anlagen bis auf eine Entfernung von 750 Metern an das Dorf herangebaut werden können – üblich sind 1000 Meter. Lediglich drei Maseler stimmten dagegen, vier enthielten sich, acht waren nicht zu erreichen.

Sprakensehls Bürgermeisterin Christiane Fromhagen beurteilte diesen Vorstoß positiv. „Die Aktion war gelungen, da sich der Bauausschuss so gut ein Bild vom Bürgerwillen machen könnte“, lobte sie.

Doch bevor die Windräder entstehen, muss der Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) das Areal als Windkraftvorranggebiet in seine Raumplanung aufnehmen. Dies muss von der Gemeinde beantragt werden. Der Bauausschus hat nun dem Gemeinderat empfohlen, diesen Schritt zu gehen.

Da die Maseler breit hinter dem Projekt stehen, hat der Bauausschuss das Gebiet größer gefasst, als von der Planungsfirma gefordert. Die Räder dürfen bis 750 Meter an das Dorf herangebaut werden. Eine vorgesehene 150-Meter-Linie zum Wald wurde gestrichen.

Eine weiteres Gebiet, das ebenfalls vom ZGB als Windvorranggebiet aufgenommen werden soll, liegt nordöstlich bei Bokel. Der Bauausschuss empfahl, die Fläche, so wie es von den Planern gewünscht wurde, einzureichen. Allerdings mit der Einschränkung, dass ein 1000-Meter-Radius zum Dorf eingezeichnet wird. Näher sollen die Anlagen nicht an den Ort heranrücken.

Von Marco Heide

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