Hankensbütteler Otter-Zentrum prüft Kabel der Autoindustrie auf Bissfestigkeit

Marder knabbern zur Probe

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Ein Steinmarder bahnt sich im Hankensbütteler Otter-Zentrum den Weg durch den Motorraum.

Hankensbüttel. Es kommen immer mehr Elektrofahrzeuge auf den Markt. Das freut nicht nur die Umwelt, sondern auch die vier Steinmarder im Hankensbütteler Otter-Zentrum. Denn so bekommen sie mehr zu beißen.

Die Naturerlebnis-Einrichtung ist seit mehreren Jahren ein Testbetrieb für Autohersteller – nicht nur von Elektrofahrzeugen –, die Aufträge für Gutachten erteilen, um verschiedene Schläuche und Kabel auf ihre Bissfestigkeit gegen Marderzähne zu testen.

Dr. Hans-Heinrich Krüger vom Otter-Zentrum überprüft die verschiedenen Kabeltypen auf Marderbisse.

Entweder setzen die Firmen darauf, den ganzen Motorraum abzukapseln, was kostenintensiv und technisch schwierig umzusetzen ist, oder die einzelnen wichtigen Kabel zu schützen. Gerade aber die Verkabelung von Elektrofahrzeugen muss extrem sicher sein, damit von den hohen Spannungen in diesen Fahrzeugsystemen keine Gefahren ausgehen können.

„Wir checken ganze Serien von Kabeln“, erläutert Dr. Hans-Heinrich Krüger vom Otter-Zentrum. „Wir legen die Kabel ins Gehege und schauen, welche zerfetzt werden und welche nicht.“ Dafür ist bei den Tieren eine Mischung aus Erkundungs- und Spielverhalten sowie Aggression für das Beißen verantwortlich. Im Zweifel schafft der Marder die Kabel auf diese Weise beiseite, wenn er sich seinen Weg durch den Motorraum bahnt, der ihm als Platz zum Verstecken oder Fressen dient.

Mehr zu den ungewöhnlichen Testversuchen lesen Sie im E-Paper und in der Printausgabe des Isenhagener Kreisblattes.

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