Manege frei für den Nachwuchs

Hankensbütteler Karl-Söhle-Grundschüler begeistern das Publikum im großen Zirkuszelt

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Drahtseilakt: Bei dieser Nummer sind Balance-Künste gefragt.

Hankensbüttel. Ganz starker Auftritt der Karl-Söhle-Grundschüler aus Hankensbüttel: Gestern stellten sie bei einer Gala-Vorstellung im großen Zelt vom Zirkus Rasch ihr ausgeprägtes Talent für die Manege unter Beweis.

Die gut 260 Kinder zeigten ein buntes Programm mit allem Drum und Dran, was sich ein Zirkus-Besucher nur wünschen kann – von waghalsigen Stunts auf dem Pferderücken über lustige Clowns-Nummer und Fakire auf Nagelbrettern bis hinzu Trapez-Künsten in luftiger Höhe.

Ein „Ka“ in der Schwebe: Die Bauchtänzerinnen mit Schlange.

Die Schüler waren von Anfang an hellauf von dem Zirkusprojekt begeistert, das seit Montag läuft und gestern mit der Vorstellung seinen krönenden Abschluss fand. Lukas, der mit seinen Klassenkameradinnen Johanna, Kjara, Wieke und Paula mit einer Trapez-Nummer ganz am Ende des Programms dran war, kam in der Manege schnell auf den Geschmack: „Man kann anderen Leute eine Freude damit bereiten. Beifall zu bekommen, ist ein tolles Gefühl.“ Paula hatte vor dem großen Auftritt auch ein gutes Gefühl: „Wir haben viel geübt. Daher bin ich nicht aufgeregt.“ Lukas versprach selbstbewusst: „Ich werde Johanna nicht fallen lassen.“

Wie indische Gottheiten: Die waghalsigen Reiter.

Erstaunlich professionell wirkten die Schüler während der Vorstellung: Von Aufgeregtheit oder Nervösität war nicht viel zu spüren – trotz einem voll besetzten Zelt und dem Einsatz von feurigen Fackeln und dem drei Meter langen Albino-Python „Ka“ bei den Fakiren. Für Erheiterung im weiten Rund sorgten die lustigen Clowns, die sich mit Staubwedeln und Sprühflaschen daran machten, die Besucher in der ersten Sitzreihe zu putzen. Eine nervenzerreißende Nummer zeigten die Zauberer: Sie durchbohrten mit scharfen Klingen von allen Seiten eine Kiste, in die sich zuvor einer ihrer Mitschüler begeben hatte. Doch zur Erleichterung aller sprang er am Ende unverletzt wieder heraus.

„Zirkusdirektor Ingo Rasch ist die gute Seele des Ganzen“, sagt Lehrerin Anne Lange von der Karl-Söhle-Schule. Zum dritten Mal habe der Zirkus Station in Hankensbüttel gemacht und stets seien die Kinder begeistert. „Bei dem Projekt herrscht eine überbordende Zirkusfreude“, sagt Lange. Die Kinder hätten sich zuvor im Unterricht mit Themen wie dem Für und Wider für das Halten von Zirkustieren beschäftigt.

„Beim Zirkus springt der Funke auf die Kinder über: Sie reagieren sofort auf die herzliche Autorität der Zirkusfamilie Rasch. Kinder, die sonst Schwächen haben, können hier zeigen, was sie drauf haben“, sagt Lange.

Von Paul Gerlach

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