Übers Wirtschaften in der Corona-Krise

Lorenz Snack-World in Hankensbüttel: Arbeitsbelastung nimmt zu

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Bei Lorenz Snack-World in Hankensbüttel hat es durch die Corona-Krise bislang nach Unternehmensangaben noch keine Störung im Werk gegeben.

Hankensbüttel – Chips und Snacks für den deutschen sowie für den Weltmarkt werden im Hankensbütteler Werk von Lorenz Snack-World an der Straße An den Fischteichen hergestellt. Natürlich auch in Corona-Zeiten.

Das IK hat beim Unternehmen nach den Auswirkungen durch die aktuelle Pandemie auf das tägliche Geschäft nachgefragt.

Im Werk in einer der besten Kartoffelanbau-Regionen Deutschlands sind rund 400 Mitarbeiter beschäftigt, davon 125 in der Logistik. Sie verarbeiten auf dem etwa acht Fußballfelder großen Werksgelände eine halbe Milliarde Kartoffelknollen im Jahr. Dabei wird Hand in Hand mit der Erzeugergemeinschaft IKEGO im kontrollierten Vertragsanbau zusammengearbeitet. „Seit sich die Corona-Pandemie abgezeichnet hat, war es unsere erste Priorität, unsere Mitarbeiter zu schützen“, sagt Kathrin Urbach, Leiterin der Unternehmenskommunikation bei Lorenz Snack-World.

Im Hankensbütteler Werk nehmen die Anforderungen an die Produktions- und Logistikplanung täglich zu.

Bereits frühzeitig wurden daher viele Maßnahmen und Vorkehrungen im Werk getroffen, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu gewährleisten. Das galt auch für die Kontinuität in der Versorgung der Kunden. „Bis heute haben wir dank dieser Maßnahmen keine Störungen in unserem Werk erlebt“, unterstreicht Urbach. Das Unternehmen produziere und sei sehr stolz auf das, was die Mitarbeiter in Werk und Logistik jeden Tag leisten.

Urbach betont: Beim Unternehmen ist man überzeugt, dass gerade in diesen schwierigen Zeiten mit den Hankensbütteler Marken und Produkten einen Beitrag dazu leisten könne, den Konsumenten ein wenig Normalität und Lebensfreude zu geben. Das sei das Ziel aller Anstrengungen im Betrieb.

Keine Frage: Die laufenden Maßnahmen durch die nationalen und internationalen Regierungen – wie etwa die Schließung der Schulen und Kindergärten oder die Einschränkungen an den Häfen und Grenzen – stellen Lorenz Snack-World, genauso wie jedes andere Unternehmen, jeden Tag vor neue Herausforderungen. „Daher nehmen auch die Arbeitsbelastung und die Anforderungen an unsere Produktions- und Logistikplanung täglich zu“, erläutert die Sprecherin. Langfristig könne die volatile Entwicklung zu Einschränkungen in den Werken führen. „Auch darauf sind wir vorbereitet“, hält Urbach fest. Inzwischen stellt das Unternehmen durch die verschärften Grenzkontrollen in Europa bereits deutliche Verzögerungen im Güterverkehr fest. „Darum stehen wir mit allen Lieferanten, Spediteuren und Dienstleistern im engen Austausch, um gemeinsam potenzielle Risiken für die Rohstoffversorgung frühzeitig zu erkennen und zu lösen.“

Die überall ergriffenen, temporären Regelungen im Zuge der Corona-Krise „greifen fraglos tief in unsere persönliche Freiheit und die der Wirtschaft ein“, sagt Urbach. Als Familienunternehmen habe man aber eine soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern und den Gemeinden, in denen man lebe. „Wir unterstützen daher alle getroffenen Maßnahmen und halten auch unsere Kollegen dazu an, da sie darauf abzielen, die Ausbreitung des Corona-Virus zumindest zu verlangsamen.“

VON PAUL GERLACH

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