Gemeinde Dedelstorf konzentriert sich 2014 auf Unterhaltung der Wirtschaftswege und Straßen

Löcher und Risse stehen im Fokus

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Im April 2013 hatten sich die Mitglieder des Dedelstorfer Bauausschusses bei einer Bereisung einen Eindruck vom Zustand der Straßen und Wege in der Gemeinde gemacht. Nun soll bald die nächste Tour durchs Gemeindegebiet anstehen.

Dedelstorf. Mit Blick auf die Vorhaben der Gemeinde Dedelstorf 2014 sagt Bürgermeister Bernd Rodewald: „Mit unserer Haushaltssituation ist alles ein bisschen schwierig."

Der Gemeinde bleibt angesichts eines Minus’ von 543 100 Euro im Haushaltsplan kaum Handlungsspielraum.

Bernd Rodewald

„Wir wollen die Wirtschaftswege unterhalten“, kündigt Rodewald an. Löcher und Risse sollen repariert werden, damit die Wege nicht weiter kaputtgehen. Ebenso stehen bei den Gemeindestraßen Reparaturen an. „Diese Ausgaben müssen gemacht werden“, meint der Bürgermeister. Der Bauausschuss werde, sobald es das Wetter zulasse, eine Bereisung im Gemeindegebiet unternehmen. Dort soll geschaut werden, welche Straßenreparaturen Priorität bekommen.

2014 wird auch der Windpark Harsahl die Gemeinde weiter beschäftigen. „Wir müssen nun schauen, wie sich der Planer das vorstellt“, sagt Rodewald. Der Dedelstorfer Rat hatte Ende Januar gegenüber dem ZGB als Planungsbehörde in einer Stellungnahme einen alten Ratsbeschluss von 2011 bekräftigt: Darin wird ein 1200-Meter-Abstand von Windkraftanlagen zur Wohnbebauung festgehalten. „Ich halte das für richtig“, sagt Rodewald. Ein Verschieben der Anlagen, um diese Vorgabe zu erfüllen, sei möglich: „Die Planer sind in solchen Sachen firm.“

Der Bürgermeister hofft, dass in 2014 endlich der Funkmast in Oerrel am Sportplatz stehen wird. „Das ist mittlerweile eine unendliche Geschichte.“ Ohne Gewähr könne es bis zum 31. Oktober so weit sein. Die Telekom wolle den Mast errichten und betreiben. Rodewald sagt aber auch: „Wenn sie den Mast bei Oerrel nicht auf höchster Priorität angesiedelt haben, können wir als Gemeinde sie nicht unter Druck setzen.“ Momentan sei in Oerrel ein Funkloch. „Da geht nichts“, sagt Rodewald. „Es wäre wirklich gut, wenn die Bürger in Oerrel eine vernünftige Versorgung bekommen könnten.“

Anfang des Jahres sollen außerdem die Spielgeräte auf den Spielplätzen in der Gemeinde durch eine Fachfirma überprüft werden (das IK berichtete). Die eine oder andere Reparatur erwartet Rodewald. Möglicherweise sei hier und da auch ein Rückbau nötig, so dass diese Geräte ersetzt werden müssten. Wenn die alten Geräte dort belassen werden würden, könnten sich Kinder verletzen. „Auszuschließen ist das bei neuen Geräten auch nie, aber wir werden alles versuchen, um dies zu verhindern“, kündigt Rodewald an.

Die Gemeinde will auch 2014 die Kulturträger weiter unterstützen. Rodewald führt etwa die Sportvereine an. Dem SV Langwedel habe die Gemeinde durch die Übernahme der Gebäudeversicherung „mit wenig Aufwand“ etwas Gutes tun können. Die Versicherung kann nun über die Sammelversicherung der Samtgemeinde Hankensbüttel erfolgen. Über den Tarif der Kommune kann der Verein, dem alle anfallenden Beiträge in Rechnung gestellt werden, erhebliche Kostenvorteile erzielen.

Ein wichtiges Thema für die Gemeinde Dedelstorf wird in diesem Jahr auch die Dorferneuerung sein. „Dort werden wir in die Planungen eingebunden. Wir werden unsere Vorstellungen kundtun“, sagt Rodewald. Das Thema werde zunächst im Bauausschuss und dann im Rat besprochen. Darüber hinaus könnten laut Rodewald auch die Bürger aufgefordert werden, ihre Vorstellungen zu äußern. So könnten weitere Ideen aufgenommen werden. „Das Ganze muss aber finanzierbar sein.“

Von Paul Gerlach

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