Steinhorster Bauausschuss denkt über nächtliches Abschalten der Straßenlampen in Steinhorst, Lüsche und Räderloh nach

Licht an oder Licht aus in der Nacht?

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Aufgrund der steigenden Energiekosten ist bei der Gemeinde Steinhorst eine nächtliche Abschaltung der Laternen im Gespräch.

Steinhorst/Lüsche/Räderloh. Es geht um ein Einsparpotenzial von 6000 Euro pro Jahr bei den Beleuchtungskosten und etwa 2000 bis 3000 Euro bei den Unterhaltungskosten.

Bei der Gemeinde Steinhorst wird über ein nächtliches Abschalten der Straßenlaternen in Steinhorst, Lüsche und Räderloh nachgedacht. 18 000 Euro betragen die Beleuchtungskosten in den drei Dörfern pro Jahr momentan, wurde im jüngsten Bauausschuss betont. „Wenn wir das Licht abstellen, haben wir ein Drittel weniger Kosten“, sagte Klaus-Hinrich Singer (CDU). Im Mittelpunkt stehe aus seiner Sicht die Frage: „Was ist es uns wert, die Dörfer zu beleuchten?“.

Die Gemeinde Steinhorst ist im näheren Umkreis fast die einzige Kommunen, die nachts die Straßenlaternen brennen lässt. In Steinhorst sind es 102 Lampen, in Räderloh 21 und in Lüsche 23. In Lüsche und Räderloh läuft ohnehin momentan eine Testphase: Dort werden alle Laternen ab 0.30 Uhr ausgestellt – mit unterschiedlichen Reaktionen der Bürger. Technisch wäre es nur mit hohem Aufwand möglich, die Lampen einzeln anzusteuern. 51 Lampen in Steinhorst werden ab 0 Uhr abgeschaltet. In Zukunft könnten in Steinhorst noch deutlich mehr abgeschaltet werden.

„Die steigenden Energiekosten haben dazu geführt, dass wir verstärkt über Energieeinsparungen nachdenken“, erläutert Dieter Bieber von der Verwaltung. Vor diesem Hintergrund sei auch die kontinuierliche Umstellung auf LED-Technik zu sehen. „Noch haben wir aber keinen erkennbaren Erfolg durch die Maßnahmen“, sagt Bieber, der auf die Abrechnung wartet, die frühestens Ende des Jahres eintreffen wird.

Von Paul Gerlach

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