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Landwirt investiert eine Million

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Insgesamt 1560 Mastschweineplätze und 768 Ferkelplätze will ein Landwirt außerhalb von Emmen bauen. Der Rat der Gemeinde Hankensbüttel hat nichts gegen die Pläne. © dpa

Hankensbüttel/Emmen. Die Nachricht werden viele Emmener sicherlich mit Genugtuung aufnehmen: Die Geruchsbelästigungen in dem kleinen Ort in der Gemeinde Hankensbüttel werden erheblich reduziert.

Grund: Die Buhr GbR plant den Bau einer Schweineaufzucht- und Mastanlage außerhalb von Emmen an der Kreisstraße 123 in Richtung Wunderbüttel.

Nach dem Umzug werden nur noch 180 Sauen in den Ställen des Landwirts im Ort bleiben. 600 Aufzuchtsplätze werden ausgelagert. Geplant ist ein geschlossenes System. Das heißt Aufzucht von Ferkeln über die Mast bis hin zur Vermarktung.

Rund eine Millionen Euro werden Herbert Buhr und sein Sohn in den neuen Schweinestall außerhalb von Emmen investieren, erklärte Buhr auf Nachfrage des IK. Im Ort zu erweitern, wäre nach Aussage von Landwirt Buhr nicht zumutbar gewesen.

Während der Sitzung des Hankensbütteler Rates am Montagabend stellte der Landwirt und Ratsherr, der an der Beratung und Abstimmung nicht teilnahm, das Projekt noch einmal vor, nachdem er dies bereits im Bauausschuss ausführlich getan hatte (das IK berichtete).

Die Buhr GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) möchte eine Anlage mit 1560 Mastschweine- und 768 Ferkelplätzen bauen. Hierzu hat die Gemeinde, da es sich um ein Vorhaben im Außenbereich handelt, das erforderliche Einvernehmen herzustellen, wie Bürgermeister Martin Rausch (SPD) erläuterte. Ob gebaut werden darf, darüber entscheidet der Landkreis Gifhorn.

Bei der Standortwahl wurde Wert darauf gelegt, dass die Geruchsbelästigungen auf ein Mindestmaß reduziert werden. Hier spielten die Windrichtungen eine große Rolle. „Die Geruchsemissionen liegen unter den zulässigen Werten“, hat Peter Dietz (Grüne) vom Umweltamt des Landkreises erfahren. Die Rechte der Bürger seien also nicht beeinträchtigt.

Der neue Schweinestall ist von der Dorfbebauung rund 500 Meter entfernt. Lediglich zum Forsthaus, das nach Aussage von Buhr schon seit Jahren unbewohnt ist, sind es 231 Meter. Beim Bau der Anlage wird auf ein Gülle-Silo verzichtet, die Gülle soll nach den bisherigen Plänen unter dem Stall gelagert werden.

Ingrid Wrede, Sprecherin der Fraktion Bündnis für Hankensbüttel, in dem sich SPD, FDP und Bündnis 90/Grüne zusammengeschlossen haben, begrüßte es, dass die neue Anlage an der Kreisstraße gebaut würde. Auch die CDU-Fraktion unterstützt das Projekt, versicherte Sprecher Arnd Meyer jun. Man könne froh sein, wenn Betriebe Geld in die Hand nehmen und investieren würden.

Von Walter Manicke

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