Eltern bemängeln schmalen Wartestreifen / Kreis: Fläche reicht aus

Kritik an Bushaltestellen-Situation in Emmen

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Die kleinen Schüler in Emmen warten auf dem Streifen und steigen dann in den Bus ein. Die Eltern halten die Wartefläche für zu schmal und sorgen sich, dass ungestüme Kinder – etwa, wenn sie sich kabbeln – auf die Fahrbahn geraten könnten. Beim Landkreis hält man die Größe des Wartestreifens für ausreichend. 

Emmen – Eine Bürgerin aus Emmen sowie weitere Eltern kritisieren: Die Bushaltestelle im Ort an der K 123 am Gerätehaus sei eine Gefahr für die Schulkinder. Mit den Kasseler Borden hätten diese nur einen kleinen schmalen Streifen Platz beim Warten auf den Bus.

Der Landkreis hält die Fläche hingegen für ausreichend.

Die Mutter moniert, dass jegliche Beschilderung fehle, die Autofahrer auf die Schulkinder hinweise. Mehrere Eltern hätten nun schon eine „Elternwache“ eingerichtet, die Autofahrer ausbremst und aufpasst, dass die rund 25 Kinder nicht auf die Straße kommen, während diese auf den Bus warten. Das kann aber keine Dauerlösung sein, meint die Bürgerin. „Die Situation bereitet mir Bauchschmerzen.“ Nach ihren Angaben sollten gestern eigenmächtig „Achtung, Kinder!“-Schilder in Gärten auf Privatgrundstücken aufgestellt werden, die ein Familienvater besorgt hat. Die anderen Eltern werden sich daran voraussichtlich finanziell beteiligen.

„Wir wollen die Kinder schützen. Irgendetwas muss passieren“, sagt die Bürgerin. Lkw und Berufspendler würden morgens durch den Ort rattern. Kinder könnten vom hohen Bordstein abrutschen und vor die Autos fallen. Denn sie würden sich auf dem kleinen Streifen drängeln, wenn sie auf den Bus warten. Die Polizei ist laut der Bürgerin inzwischen auch informiert worden. Erste Verkehrsmessungen habe es gegeben, weitere sollen folgen. Ein Tempolimit hält die Mutter für wünschenswert, dies sei aber nicht sehr wahrscheinlich, da es sich um eine Kreisstraße handelt. Früher seien die Kinder auf der Fläche direkt vor dem Gerätehaus eingestiegen. Dort ist reichlich Platz. Sie frage sich, ob nicht am Friedhof – auch mit Blick auf das neue Baugebiet – eine zweite Haltestelle geschaffen werden kann.

Zur Haltestelle am Gerätehaus betont der Erste Kreisrat Dr. Thomas Walter auf IK-Anfrage, dass die Aufstellfläche eine Breite von etwa 2,50 Meter aufweist und rund 20 Meter lang sei. „Die Wartefläche ist ausreichend und nicht kleiner als an anderen Haltestellen.“ Wichtig sei vor allem, dass gute Sicht auf die wartenden Schüler bestehe. Dann müsse der Fahrzeugführer schon allein aufgrund der allgemeinen Verkehrsregeln seine Fahrgeschwindigkeit mindern und bremsbereit sein.

„Eine zusätzliche Beschilderung ist aus unserer Sicht nicht notwendig“, unterstreicht der Erste Kreisrat.

VON PAUL GERLACH

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