Kommune lehnt Vereinbarung mit Kreis ab

Kreisel-Pflege: Gemeinde Hankensbüttel ist raus

Kreisel an der  K 7 bei Hankensbüttel Richtung Oerrel.
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Die Pflege des K 7-Kreisels bei Hankensbüttel wandert wieder in die Hände des Landkreises zurück.
  • Paul Gerlach
    VonPaul Gerlach
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Hankensbüttel – Die Entscheidung hatte sich bereits angedeutet, nun ist sie gefällt worden: Die Gemeinde Hankensbüttel wird nach einstimmigem Beschluss keine Vereinbarung mit dem Landkreis Gifhorn zur Pflege des K 7-Kreisels Richtung Oerrel schließen. Da die Kommune somit dort auch kein Wörtchen mehr bei dessen Gestaltung mitzureden hat, ist auch der Antrag von Ratsfrau Elisabeth van Werde gegenstandslos. Sie hatte das Ausbringen einer Blühpflanzenmischung befürwortet, um die Pflege zu erleichtern und kostengünstiger zu gestalten (das IK berichtete).

Damit steht nun auch fest, dass der ohnehin zuständige Landkreis den Kreisel möglichst pflegeleicht herrichten wird, der optische Aspekt wird nicht mehr im Vordergrund stehen, wie Bürgermeister Dirk Köllner ausführte. „Der Kreisel sieht aktuell nicht sehr schön aus.“ Das hatte mal anders ausgesehen, als dieser im Jahr 2015 von der Landjugend Hankensbüttel aufwendig hergestellt und fulminant ausgestattet worden war. Die Pflege sei zuletzt aber ausgelaufen, so Köllner, die Landjugend sei auch nicht mehr bei den neuen Vertragsverhandlungen dabei gewesen, die zwischen Kommune und Kreis geführt wurden. Auch eine schriftliche Vereinbarung zwischen Landjugend und Kreis sei nie zustande gekommen.

Dass die Gemeinde Hankensbüttel bei der Pflege auf eigene Faust einspringt und ihr Bauhof die Unterhaltung übernimmt, wurde durch die Verwaltung und von Ratsleuten sehr kritisch gesehen. Die Kapazitätsgrenzen des Bauhofes seien erreicht, die neuen Baugebiete – mit entsprechend mehr Anlagen, die zu pflegen sind, – kommen sogar noch hinzu. Es gebe „zu wenige Mitarbeiter im Bauhof“, sagte Köllner bei der Ratssitzung. Für den Kreisel hätte die Gemeinde den Bauhof bis zu drei Mal im Jahr losschicken müssen.

Den Mehraufwand auf sich zu nehmen – dafür fand sich bei der Ratssitzung letztlich nicht eine Stimme. Nun ist wieder der Kreis am Drücker.

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