Konzepte für Haus der Gemeinde

Das traditionsreiche Haus der Gemeinde: Das Dach wird saniert, die Zukunft eingeläutet.

Steinhorst - Von Benjamin Post. Das knapp 100 Jahre alte Haus der Gemeinde in Steinhorst wird für die Zukunft bereit gemacht. Der Steinhorster Gemeinderat hat am Mittwochabend – in dem traditionsreichen Gebäude – die Dachsanierung des 1911 erbauten Hauses beschlossen. Unter dem neuen Dach ist ein Bildungs- und Gästehaus in Planung. Eine Celler Firma wurde mit der Erarbeitung einer Nutzungs- und Betriebskonzeption beauftragt.

Die Veränderungen am Haus der Gemeinde bezahlt die Gemeinde Steinhorst allerdings nicht im Vorbeigehen. Immerhin fallen für die Sanierung des Daches Kosten von rund 310 000 Euro an. Aufgrund der einzelnen Arbeiten kommt einiges zusammen. Die Dachdecker- und Klempnerarbeiten belaufen sich auf etwas mehr als 112 000 Euro, dazu noch 40 000 Euro für die Dachdämmung, die Zimmererarbeiten auf über 65 000 Euro, die Abbruch- und Maurerarbeiten liegen bei knapp 34 000. Die Tischlerarbeiten sind mit mehr als 32 000 Euro veranschlagt, die Metallbauarbeiten mit rund 5500 Euro, die Elektroarbeiten sind zu knapp 3000 Euro vergeben.

„Wenn wir diese Summe zusammenzählen, werden wir mit der vorausgeplanten Summe nicht auskommen“, sagte Steinhorsts Bürgermeister Wilhelm Hasselmann in der Sitzung. 250 000 Euro waren für die Arbeiten am Dach des Hauses kalkuliert, ein Zuschuss von 20 000 Euro von einer Stiftung ist beantragt. Doch auch die erforderlichen Mehrausgaben von 60 000 Euro erhielten das Votum im Rat. Die Summe soll als überplanmäßige Ausgabe zur Verfügung gestellt, die Firmen beauftragt werden.

Mit seiner Arbeit wird auch die Celler Firma baustumpf architektur+konzepte beginnen. Im Steinhorster Rat fand sich breite Zustimmung, dass die Firma eine nachhaltige Nutzungs- und Betriebskonzeption für das Haus der Gemeinde erarbeitet. Rund 11 500 Euro wird das kosten. Ein möglicher Nutzungsansatz ist, dass das Gebäude ein Bildungs- und Gästehaus wird. „Es ist sinnvoll, das zu machen“, so Hasselmann.

Die Planer sollen bei der Erstellung des Konzeptes das Innenleben des traditionsreichen Hauses für die Zukunft bereiten. Dabei geht es um den funktionalen Bereich (Unterkünfte, ein Café im Erdgeschoss) und die Betreibersuche. Bildung, Begegnung, Kultur sollen in dem offenen Haus vereint werden – bei dem die Gemeinde Steinhorst Eigentümer bleiben soll. „Ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg“, erklärte der Bürgermeister. Die dauerhafte öffentliche Nutzung des Gebäudes ist Voraussetzung bei den Maßnahmen. Das Gemeindebüro soll nach wie vor in dem Gebäude seinen Platz haben. Und auch die Steinhorster Rats- und Ausschusssitzungen könnten dann weiterhin in den Räumen laufen.

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