Hankensbütteler Rat lehnt Antrag von Emmener Bürgern ab / Bezirksförster stellt keinen Schädlingsbefall fest

Königseichen sollen nicht gefällt werden

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Die Königseichen stehen in Emmen unter anderem an der Straße Am Sportplatz.

pg Hankensbüttel/Emmen. Der Hankensbütteler Rat hat auf seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, dass eine von Anwohnern geforderte Beseitigung von Eichen in Emmen abgelehnt wird.

Die Königseichen stehen an der Straße Am Sportplatz, im Bereich der Kreuzung von den Straßen Kluxfeld und Im Winkel, auf dem Wall am Parkplatz des Sportplatzes neben dem Glascontainer sowie am Spielfeldrand. Nach Angaben der Anwohner seien die Eichen krank und litten unter dem Eichenprozessionsspinner und Eichenmehltau. Laut dem Ratsbeschluss soll nun eine Überprüfung auf den Eichenprozessionsspinner im Frühjahr oder Sommer kommenden Jahres vorgenommen werden.

In einem Schreiben an die Verwaltung stellen die Anwohner einen Bezug zwischen den „kranken“ Bäumen und gesundheitlichen Problemen der Anlieger her, etwa Hautproblemen, Asthma oder Bronchitis. „Unsere seelische Belastung ist sehr groß“, heißt es in dem Schreiben von Ende August. „Wir bitten Sie daher eindringlich, die Fällung der Eichen kurzfristig zu veranlassen“, wenden sich die rund 30 Unterzeichnenden an die Verwaltung. Gleichzeitig wird angeboten, entsprechende Ausgleichspflanzungen vorzunehmen.

Laut Verwaltung hat der zuständige Bezirksförster die Eichen in Augenschein genommen. Die Eichen machten einen vitalen Eindruck. Da jetzt kein Eichenprozessionsspinner und auch kein Eichenmehltau mehr zu erkennen sei, werde vorgeschlagen, im Frühjahr eine erneute Überprüfung vorzunehmen, ob die Bäume wieder austreiben. Wenn dies der Fall sei, seien die Bäume nicht krank. „Sollte der Eichenprozessionsspinner wieder in den Bäumen auftreten, ist es unproblematisch, diesen zu entfernen“, heißt es seitens der Verwaltung. Die Anwohner hätten zu keinem Zeitpunkt auf den Eichenprozessionsspinner hingewiesen, als er noch im beziehungsweise am Baum war.

„Laut dem Bezirksförster besteht zurzeit keine Gefahr“, sagte Dr. Meinhard Gehse (FDP) in der Sitzung. Er äußerte den Verdacht, dass die Eichen wegen des Laubes gefällt werden sollten. „Der Eichenprozessionsspinner wird vorgeschoben“, stimmte Ingrid Wrede (FDP) zu. „Es muss kein Baum gefällt werden.“

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