Kleingärtnerverein Hankensbüttel: Unbekannte stehlen Gartengeräte / Polizei geht von Serientätern aus

Einbruchstour in Laubenkolonie

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Die Einbruchdiebstähle im Kleingärtnerverein Hankensbüttel könnten das Werk von Serientätern sein.

Isenhagen. Treiben Serientäter ihr Unwesen in der Samtgemeinde Hankensbüttel? Wie die Polizei erst gestern meldete, haben Diebe auf dem Gelände des Kleingärtnervereins Hankensbüttel in Isenhagen zugeschlagen:

Sie hebelten an elf Lauben hauptsächlich jeweils die Geräteschuppen auf und stahlen verschiedene Gartengeräte, wie etwa Laubsauger. Die Taten in der Laubenkolonie sollen sich laut Polizei von Donnerstag, 30. Januar, bis Freitag, 31. Januar, ereignet haben. Die genaue Schadenshöhe stehe noch nicht fest. Vereinsvorsitzender Ralf Donnerberg bestätigt auf IK-Anfrage, dass mehrere Schuppen betroffen gewesen seien. „Und zwar überall da, wo Vorhängeschlösser dran hingen. “ Es seien Rasenmäher, Laubbläser, Kabeltrommeln, Kapp- und Kreissägen sowie weitere elektrische Geräte gestohlen worden.

„So etwas in dieser Art ist schon ewig nicht mehr vorgekommen“, sagt Donnerberg. Er sei seit 2008 dabei und in dieser Zeit sei nichts passiert. Früher habe es solche Fälle zu den Zeiten gegeben, wenn der Sperrmüll abgeholt wurde. Das sei auch dieses Mal nur wenige Tage zuvor der Fall gewesen.

Die Verunsicherung im Verein durch die Diebstähle hält sich laut Donnerberg noch relativ in Grenzen. „Wenn die Täter in den Lauben selbst gewesen wären, wäre das noch schlimmer gewesen.“ Donnerberg berichtet, dass die Einbrecher einen Bolzenschneider am Tatort liegengelassen hätten, mit dem die Vorhängeschlösser gekappt worden seien. Nun steht laut Donnerberg noch viel Papierarbeit an: So müssten noch Unterlagen beim Bundesverband Deutscher Gartenfreunde und bei der Polizei eingereicht werden. Problematisch sei, dass viele Laubenbesitzer nicht mehr über die Kaufbelege für die Geräte oder die entsprechenden Maschinennummern verfügten.

Auch intern im Verein werden noch Gespräche folgen. Ein Umbau bei den Schuppen wäre teuer, weiß Donnerberg. „Das muss jeder für sich entscheiden.“ Der Verein könne dort lediglich Empfehlungen aussprechen. 20 Parzellen umfasse das Gelände.

Mit Blick auf ähnliche Fälle in den vergangenen Monaten (das IK berichtete) sagt Polizeisprecher Thomas Reuter, dass man bei der Polizei davon ausgehe, dass es sich um Serientäter handele. „Es sind wohl keine osteuropäischen Banden, sondern örtliche Täter.“ Die Taten seien lokal sehr begrenzt, es handele sich nicht um reisende Täter. Laut Reuter erstreckt sich das Tatgebiet in etwa auf der Fläche der Samtgemeinde Hankensbüttel. Auch manche Tat im Wittinger Bereich könne auf das Konto der Täter gehen, das sei nicht auszuschließen. Möglicherweise handelt es sich laut Reuter um junge Erwachsene, die davon ihren Lebensunterhalt bestreiten würden. Es bestehe jedoch kein konkreter Verdacht. Die Täter suchten sich bei Laubeneinbrüchen den Weg des geringsten Widerstandes: Von Bewegungsmeldern würden sie Abstand halten. „Hinweise aus der Bevölkerung zu den Taten und Tätern sind hilfreich“, unterstreicht Reuter. Bürger sollten lieber einmal zuviel anrufen. „Das kostet nichts. Wir freuen uns über Hinweise.“ Die Polizei Hankensbüttel ist unter (0 58 32) 9 77 70 zu erreichen.

Von Paul Gerlach

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