Gemeinde Sprakensehl erwartet Gewinne / B 4-Ausbau größte Investition

Kleines Plus im Haushalt

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Die Ortsdurchfahrt der Bundesstraße 4 in Sprakensehl soll nach den Planungen nun erst im dritten Quartal dieses Jahres ausgebaut werden.

Sprakensehl. Die Beteiligung am Ausbau der Bundesstraße 4 ist die größte Maßnahme, die die Gemeinde Sprakensehl in diesem Jahr plant.

Die entsprechenden Mittel wurden in den Haushalt eingestellt, mit dem sich der Vorbereitungsausschuss der Gemeinde während seiner Sitzung im Sprakensehler Feuerwehrhaus befasste. Nicole Zergiebel, die auch Allgemeine Vertreterin von Bürgermeisterin Christiane Fromhagen ist, erläuterte den Ausschussmitgliedern Haushaltsstelle für Haushaltsstelle.

Zufrieden nahmen Bürgermeisterin und ihre Ratskollegen zur Kenntnis, dass der Haushalt der Gemeinde Sprakensehl für 2012 ausgeglichen ist und sogar ein kleiner Überschuss von 35 900 Euro erwirtschaftet werden konnte. Auch für die Folgejahre werden Gewinne erwartet. Im Jahr 2013 werden es voraussichtlich 76 000 Euro sein, rechnete Nicol Zergiebel vor. „Diese Entwicklung“, so Fromhagen, „sei sehr erfreulich.“

Nicht so erfreulich findet es die Bürgermeisterin, dass mit der Sanierung der Bundesstraße 4 im Zuge der Sprakensehler Ortsdurchfahrt erst im dritten Quartal begonnen werden soll. Im Zuge der Sanierung sollen ein kombinierter Geh- und Radweg sowie drei Querungshilfen gebaut werden, und zwar an beiden Ortseingängen und in der Nähe des Gasthauses. Dadurch soll, wie berichtet, die Ortsdurchfahrt optisch verengt und das Tempo der Auto- und Lkw-Fahrer reduziert werden. Neben den Linksabbiegespuren, die erhalten bleiben, sollen Grünstreifen angelegt werden.

Hier kommt die Gemeinde wieder ins Spiel, die die Kosten für die Planung und den Bau des Geh- und Radweges sowie die Straßenbeleuchtung tragen tragen muss. Beide Maßnahmen schlagen mit rund 105 000 Euro zu Buche. Die Gemeinde bekommt eine Ablösung in Höhe von 87 100 Euro für den vorhandenen Radweg, das Geld wird wieder in die Baumaßnahme investiert.

Eine weitere Investition ist die Sanierung des undichten Daches des Gemeindebüros in Sprakensehl. Neben der neuen Dach-Eindeckung soll nebenan auch der Schlauchturm des Feuerwehrhauses neu verschalt werden. 22 200 Euro sind dafür im Haushalt vorgesehen. Bei der Umsetzung hofft die Gemeinde auf Zuschüsse aus der Dorferneuerung. Da die Samtgemeinde Hankensbüttel für Angelegenheiten der Feuerwehr zuständig ist, würde sie bei der Neuverschalung des Schlauchturmes die Kosten übernehmen müssen, die nach Abzug der Fördersumme übrig bleiben.

Der Ergebnishaushalt, das entspricht dem früheren Verwaltungshaushalt, ist ausgeglichen und hat ein Volumen von 836 000 Euro. Der Finanzhaushalt, aus dem die Investitionen bezahlt werden, umfasst in den Einnahmen 911 500 Euro und in den Ausgaben 780 000 Euro. Größte Einnahmebrocken sind die Steuern, davon müssen aber wieder Umlagen an die Samtgemeinde und den Landkreis abgeführt werden (siehe Kasten).

Einig waren sich die Ausschussmitglieder auch bei den Zuschüssen für Vereine und Verbände. Die werden wieder fließen, insgesamt rund 3500 Euro. Für die Unterhaltung von Gemeindestraßen sind 13 600 Euro und für Bushäuschen 3000 Euro eingeplant.

Für die Unterhaltung öffentlicher Gewässer muss die Gemeinde insgesamt 18 000 Euro zahlen. Der Unterhaltungsverband Ise bekommt 351,90 Euro, der Verband Lachte 5728 Euro. Rund 11 000 Euro fließen an den Unterhaltungsverband Mittlere und Obere Ilmenau.

Haushalt und Satzung – hier ist eine Kreditaufnahme für Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen von 36 000 Euro vorgesehen – wurden vom Ausschuss dem Rat einstimmig zur Annahme empfohlen. Der Rat wird den Haushalt während seiner Sitzung am Donnerstag, 12. April, verabschieden. Die öffentliche Sitzung beginnt um 20 Uhr im Gasthaus B 4 in Sprakensehl.

Von Walter Manicke

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