Walter: „Missverständnisse“

Klärungsbedarf bei K-7-Kreisel: Landjugend sieht Kreis bei Pflege stärker in Pflicht

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Wer muss den Kreisel an der K 7 bei Hankensbüttel wie oft im Jahr pflegen? Der Landkreis Gifhorn will nach lautgewordener Kritik durch die Landjugend Hankensbüttel Anfang 2019 das Gespräch suchen, um „eine Reihe von Missverständnissen“ auszuräumen.

Hankensbüttel. Alle vier Jahre macht die Landjugend Hankensbüttel bei der 72-Stunden-Aktion der Niedersächsischen Landjugend mit. Bei der letzten Auflage war im Mai 2015 der Kreisel an der Oerreler Straße (K 7) umgestaltet worden (das IK berichtete mehrfach).

Der Zustand des Prunkstückes am Ortseingang lässt aus Sicht der Landjugend jedoch zu wünschen übrig: Man sehe den Landkreis stärker in der Pflicht. Die Kreisverwaltung spricht von „einer Reihe von Missverständnissen“ beim Umfang der Pflegearbeiten durch den Landkreis. Die Kreisstraßenmeisterei werde daher Anfang 2019 das Gespräch mit der Landjugend Hankensbüttel suchen, um dies auszuräumen.

Der Landkreis habe sich zuletzt wenig um die Pflege des Kreisels gekümmert, sagt deren Beisitzer und Schriftführer Felix Lilje. Die Landjugend habe zweimal im Jahr dessen Umfeld gesäubert und in Schuss gehalten. Solange der Landkreis dort nicht richtig etwas mache, sei dies aber sinnlos.

Die Landjugend ist laut Lilje mit der Kreisstraßenmeisterei in Kontakt, diese habe aber zu viel zu tun gehabt und sie seien daher vertröstet worden. „Einmal ist es gemacht worden“, sagt Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel. Die besondere Gestaltung bedeute eben auch besondere Anforderungen bei der Pflege. Taebel bietet seine Hilfe bei einer möglichen Pflege-Aktion an. Lilje will das bei der nächsten Generalversammlung ansprechen. Laut Taebel kann dies ja womöglich mit den nächsten Müllsammel-Aktionen am Samstag, 9. März, und im Herbst kombiniert werden.

Der Erste Kreisrat Dr. Thomas Walter sagt auf IK-Anfrage, dass ihm die Kritik der Landjugend neu sei. Er betont, dass bei dem Kreisel und in dessen Umfeld durch die Kreisstraßenmeisterei zusätzliche Pflegearbeiten umgesetzt worden seien. Es sei völlig klar, dass der Kreiselbereich „vernünftig aussehen“ soll. „Das Engagement der Landjugend finden wir gut“, hält Walter mit Blick auf die gesamte Aktion fest.

• Über die generellen Aktionen der Landjugend berichtete Lilje kürzlich im Hankensbütteler Samtgemeinde-Jugendausschuss. Die Landjugend weise rund 60 Mitglieder im Alter von 14 bis 30 Jahren auf. Darunter seien aber auch etwa 20 Karteileichen. Die Mitgliederentwicklung sei in den letzten Jahren in etwa stabil. Man sei über die Kreisgemeinschaft Gifhorn und die Niedersächsische Landjugend organisiert. Das Gannerwinkeler Weinfest sei die größte Aktion mit 2- bis 3000 Besuchern. Hinzu kommen viele kleinere Aktionen wie Kinobesuche, Kegelabende und gesellige Runden. Ab 2019 ist im Wittinger Hafen eine neue Party geplant. Die 1. Vollkorn-Fete Ende Oktober war der Vorläufer gewesen.

Von Paul Gerlach

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