Anwohner kritisiert Vorgehensweise / Bauamt pocht auf Verkehrssicherheit

Kita-Neubau in Hankensbüttel: Ein Jahr Einbahnstraße

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Hinter dem Bauzaun laufen die vorbereitenden Arbeiten für den Kita-Neubau, davor ist die Einbahnstraße.

Hankensbüttel – Aufgrund des Kita-Neubaus ist die Schulstraße in Hankensbüttel derzeit eine Einbahnstraße. Hinzu kommt die derzeitige Sperrung zwischen Jahnplatz und der Straße Am Fillerberg.

„Die Anwohner erleben morgens und mittags richtig was, die ‘besorgten’ Eltern irren ratlos auch auf den Einfahrten der Anwohner herum“, berichtet ein Bürger. Bauamtsleiter Heinz Gödecke betont gegenüber dem IK, dass es bei der Einbahnstraßenregelung in allererster Linie um die Verkehrssicherheit aller Beteiligten geht. Das habe oberste Priorität.

Gesperrt ist derzeit der Einmündungsbereich zwischen Jahnplatz und Am Fillerberg.

„Die Verkehrssicherheit wird durch parkende Autos der Eltern auf der gegenüberliegenden Straßenseite verschärft“, moniert der Anwohner. Seinen Angaben nach sei weder beim Kreis, bei der Baufirma noch bei der Polizei („Die war sehr bürgerfreundlich, ist aber auch nicht informiert worden.“) etwas über die verkehrsrechtliche Anordnung für die Zeit der Bauarbeiten zu erfahren gewesen. Inzwischen seien die Bauarbeiten aber in vollem Gange und die Bushaltestelle verlegt worden. Verwunderung sei beim Landkreis auch darüber aufgekommen, dass diese länger geplante Baumaßnahme pünktlich mit Ende der Ferien begonnen wurde, so der Bürger.

Gödecke betont, auf diese Kritik angesprochen, dass die verkehrsrechtliche Anordnung des Landkreises sehr wohl vorliegt und auch eingesehen werden kann. In diesem Zuge werde durch den Landkreis auch stets die Polizei angehört, sie sei somit informiert. Der Bauzaun sei seiner Einschätzung nach vernünftig und ordnungsgemäß aufgestellt worden. Sowohl Autos als auch Busse würden durchpassen. Am Wichtigsten sei es, dass Kinder, Fußgänger und Fahrradfahrer sicher dort passieren können.

„Dort ist jetzt ein Jahr lang Einbahnstraße. Wir schauen uns das an“, kündigt Gödecke an, dass die Verwaltung die Situation genau im Auge behalten wird. Dass Eltern ihre Kinder bis vor die Tür der Schule bringen möchten, könne nicht sein, kritisiert er. Es würde auf Behindertenparkplätzen geparkt, verkehrt herum in die Einbahnstraße gefahren oder sich mit dem Wagen auf Flächen mit absolutem Halteverbot gestellt. Gödecke hat die Polizei darauf hingewiesen: „Sie kann dort kassieren.“

An der Hohen Luft, am Fillerberg oder auch am Jahnplatz gebe es genügend Parkmöglichkeiten, sagt Gödecke. Zudem sollen auch am Platz der Partnerschaften für Eltern und Lehrer noch Möglichkeiten geschaffen werden.

Für die Verwaltung zählt, dass die Verkehrssicherheit gewährleistet ist, hält Gödecke fest. Das Ganze sei abgestimmt worden, insbesondere mit dem Landkreis. Wichtig sei auch, dass der Schulbus die Schulstraße weiter hinabfahren könne. Dies wäre allerdings nicht mehr möglich, wenn die Verkehrs- und Parksituation zu krass werden sollte und eine Vollsperrung nötig werden sollte, so Gödecke. Daher appelliere er an die Eltern, sich an die Spielregeln zu halten.

Mit Elternvertreterin Desireé Wrede hat Gödecke sich vor Ort die Situation angeschaut und die allseits bekannten Probleme besprochen. Die schraffierten Flächen seien vor Beginn der Arbeiten noch mal nachgezogen worden.

VON PAUL GERLACH

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