Samtgemeinde muss in 2021 einige Herausforderungen anpacken

Kita-Neubau, Gerätehäuser und Digitales in Hankensbüttel

Wetter- und kapazitätsbedingt hat es Verzögerungen beim Baufortschritt beim Kita-Neubau an der Hankensbütteler Schulstraße gegeben. Die Verwaltung macht Druck in der Angelegenheit, am Zeitplan wird festgehalten.
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Wetter- und kapazitätsbedingt hat es Verzögerungen beim Baufortschritt beim Kita-Neubau an der Hankensbütteler Schulstraße gegeben. Die Verwaltung macht Druck in der Angelegenheit, am Zeitplan wird festgehalten.
  • Paul Gerlach
    vonPaul Gerlach
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Auch wenn der Haushaltsplan noch nicht steht: In der Samtgemeinde Hankensbüttel gehen die laufenden Projekte weiter – dank der vorläufigen Haushaltsführung bleibt die Verwaltung handlungsfähig.

Hankensbüttel – Rathaus-Chef Andreas Taebel und seine Abteilungsleiter geben einen Überblick, was in diesem Jahr weiter vorangetrieben wird und in welchen Bereichen Herausforderungen warten.

• Kita-Neubau und Karl-Söhle-Schule an Schulstraße:

Bei der Kita-Baustelle hat es wetter- und kapazitätsbedingt zuletzt Verzögerungen gegeben, sagt Taebel. Die Verwaltung mache massiv Druck, damit dies wieder aufgeholt werde. An der Fertigstellung rechtzeitig vor dem Start des neuen Kindergartenjahres im August wird festgehalten. Nicht zuletzt, weil auch der angepeilte Ganztagsbetrieb an der Karl-Söhle-Schule daran hängt (fürs Mittagessen soll die Mensa im Kita-Neubau bekanntlich mitgenutzt werden). An der Grundschule wird renoviert und Räume zu Schulzwecken umgenutzt. „Einiges wird mit Bordmitteln erledigt“, sagt Taebel. So werde die Hausmeister-Wohnung alleine umgebaut. Auch in Sachen Brandschutz sei noch einiges umzusetzen. Mit dem angepeilten Ganztagsbetrieb an der Karl-Söhle-Schule zum nächsten Schuljahr hat man in der Samtgemeinde dann – nach Steinhorst und Sprakensehl – ein flächendeckendes Angebot, freut sich Patrick Dammann von der Verwaltung.

• Feuerwehren:

Da Fahrzeugbeschaffungen bei den Ortswehren Schweimke und Repke anstehen und die Fahrzeuge nicht mehr in die Gerätehäuser passen, müssen letztere baulich angepasst werden. Mit Planungsbüro-Unterstützung soll geschaut werden, wie die ersten Planungen und Ideen umgesetzt werden. Das Bokeler Gerätehaus gilt dabei als Muster. In Sachen Brandschutz werden außerdem in 2021 die Atemschutzgeräte der Brandbekämpfer gegen Überdruckgeräte ausgetauscht.

• Photovoltaik auf Dächern:

Die Dachfläche der Sporthalle der Hankensbütteler Wiethornschule ist riesig und bietet Platz für eine Photovoltaik-Anlage. „Wir würden diese Anlage nicht komplett selbst finanzieren, aber den Strom selbst verbrauchen und können so fast unseren gesamten Bedarf decken“, sagt Taebel über die Pläne. Dafür gebe es Fördermittel von Land und Bund. Eine Beratung durch die NBank dazu habe sich verschoben und stehe noch aus. Auf dem Rathaus-Dach kann sich Taebel eine zweite Anlage vorstellen, die dort bereits vorhandene sei sehr klein und bringe kaum Ertrag. Daher werde über den Ersatz nachgedacht.

• Waldbad:

Corona-bedingt war 2020 beim Hankensbütteler Waldbad in Sachen Besucherzahlen keine Erfolgssaison. Taebel: „Wir waren dennoch einigermaßen zufrieden.“ Für 2021 hofft man im Rathaus auf Besserung und keine Wiederholung. Die Steuerungstechnik im Bad ist inzwischen veraltet. „Da müssen wir ran.“ Der komplette Austausch werde 25 000 Euro kosten. „Wir brauchen noch das Votum der Politik.“ Die Badesaison könne noch stattfinden, danach seien die Arbeiten nötig.

• Digitalisierung an Schulen:

An den Schulen in der Samtgemeinde wird in diesem Jahr und in den Folgejahren die Ausstattung in Sachen W-LAN und mit interaktiven Whiteboards vorangetrieben, kündigt Dammann an.

• Ordnungsamt:

Im Zuge der Pandemie waren zusätzliche Kontrollen als Amtshilfe für den Landkreis nötig. „Die Regeln werden sehr gut bis vorbildlich in der Samtgemeinde eingehalten“, sagt Taebel. Man habe nicht sehr stark eingreifen müssen, ergänzt Dammann.

• Dorfentwicklung:

Bei dem Förderprogramm geht es auch in 2021 weiter. „Wir werden die Infrastruktur dadurch in unserer Samtgemeinde weiter verbessern“, freut sich Heinz Gödecke vom Bauamt. Ohnehin laufe die Unterhaltung und Bewirtschaftung der Objekte der Samtgemeinde weiter.

• Haushalt:

Die Samtgemeinde blicke beim Haushalt einem „hohen Defizit“ entgegen, sagte Taebel gestern. Ohnehin gehe er finanziell nur von einer langsamen, stetigen Erholung aus. Das Minus von 2,2 Millionen Euro bei der Nettoposition in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2011 könne nicht so schnell ausgeglichen werden, in den Jahren ab 2012 trete hoffentlich eine Besserung mit einer schwarzen Null oder kleinen Überschüssen ein.

• Politische Sitzungen:

Der Sitzungsdienst wurde Corona-bedingt ausgesetzt. Sollten die Maßnahmen durch die Bundesregierung verlängert werden, wird laut Taebel mit den Fraktionen das Gespräch gesucht werden, wie man weiter vorgehen will. Die Kernarbeit geschehe nun mal in den Fachausschüssen, Projektanträge sollen daher möglichst in Präsenzsitzungen ermöglicht werden. Auch der Samtgemeindeausschuss solle nach Möglichkeit in Präsenzform tagen. Die Ratsbeschlüsse hingegen könnten auch im Umlaufverfahren gefasst werden. „Das ist meine Einstellung dazu“, sagt Taebel. Fachausschusssitzungen seien theoretisch als Videokonferenzen möglich, die Öffentlichkeit auszuschließen sei aber nur die letzte aller Optionen. Es gebe entsprechende Online-Plattformen, die auch der Bevölkerung eine Teilnahme ermöglichen.

• Wahlen:

Im Herbst stehen die Kommunalwahl am 12. September (Samtgemeinderat, Gemeinderäte, Samtgemeindebürgermeister, Landrat und Kreistag) sowie die Bundestagswahl am 26. September an. Im Rathaus, das die Wahlleitung stellt, ist dafür einiges an Vorbereitung nötig.

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