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Kinder säen Zukunft

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Die Grundschüler säten gestern Morgen am Kloster die Samen verschiedener Pflanzen.

Isenhagen. Eine Augen- und Bienenweide soll in den kommenden Wochen aus einem Beet am Kloster Isenhagen sprießen. Die Kinder der Klasse 4a der Hankensbütteler Karl-Söhle-Grundschule steckten gestern Morgen mit ihrer Lehrerin und Schulleiterin Mingo Hartmann und Äbtissin Susanne Jäger verschiedene Samen in Erde des Beetes am Anfang des Hagens.

Und wenn die gesamte Saat aufläuft, wird dort wirklich eine wahre Augenweide wachsen. Dill, Färberdistel, Klatschmohn, Koriander, Kornblume, Kronenmargerite, Kümmel, Lein, Linsen, Nackt-Hafer, Ringelblume, Rittersporn, Schwarzer Senf, Schwarzkümmel, Sojabohne und Sommerweizen stecken in den Samen. Für die Mädchen und Jungen war dies ein lehrreicher und besonderer Vormittag am Kloster. Das Säen der verschiedenen Samenkörner ist eine Aktion von „Brot für die Welt“ und steht unter dem Motto „Wir säen Zukunft“.

Die Grundschüler übten sich nicht nur im Säen und Kennen lernen der Pflanzen, sondern lernten damit auch etwas über den Begriff Nachhaltigkeit und den Schutz von Umwelt und Natur. Der sorgfältige Umgang mit der Umwelt ist eines der Ziele der Brot-für-die-Welt-Aktion, denn mit dem Säen fängt alles an. Die gesäten Pflanzen zählen in den betreffenden Kontinenten wie Asien oder Afrika zu den Hauptnahrungsmitteln. Unter ihnen befinden sich auch Samen, deren Pflanzen bereits in der Bibel erwähnt wurden. Außerdem soll das bunte Beet später Wildbienen und Schmetterlingen Nahrung liefern.

Die Grundschüler setzten mit ihrer Aussaat nicht nur ein Zeichen für die Zukunft, sondern dürften mir ihrem Werk auch viele Menschen erfreuen, die bei einem Spaziergang zwischen Hagen und Kloster Isenhagen an dem Beet vorbeikommen und die teils vermutlich unbekannten Pflanzen betrachten. Der Generalkonvent der Äbtissinnen evangelischer Klöster und Stifte in Niedersachsen hatte zu den Mitmach-Aktionen aufgerufen, erklärt Äbtissin Susanne Jäger.

Um Nachhaltigkeit und sorgsamen Umgang ging es auch beim Mobilen Weltladen, der gestern Morgen ebenfalls vor Ort war. Hans-Günter Bock und Monika Meister erklärten den Grundschülern den Hintergrund und die Bedeutung von fair gehandelten Produkten aus der ganzen Welt, – besonders aus ärmeren Ländern – die im Mobilen Weltladen Hankensbüttel seit Jahren schon vertrieben werden.

Von Sabine Peter

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