Otter-Zentrum will Ängste und Sorgen der Bürger wegen Erweiterungsplänen aus dem Weg räumen

„Keiner soll unter uns leiden“

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Dr. Peter Mank von der Deutschen Otter Stiftung, erinnerten die Proteste gegen die Erweiterung an die Anfänge des Otter-Zentrums.

Hankensbüttel. Mark Ehlers, Chef des Hankensbütteler Otter-Zentrums, zog beim Neujahrsempfang am Sonnabend eine zufriedene Bilanz für die Naturerlebnis-Einrichtung mit Blick auf 2013. „Das Otter-Zentrum war noch nie so attraktiv wie heute“, sagte Ehlers.

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Es habe sich viel getan und das Otter-Zentrum habe an Vielfalt und neuen Einblicken dazu gewonnen. Ehlers erwähnte an dieser Stelle besonders den neuen Bienenpfad mit einer Reihe von Installationen. Das Otter-Zentrum arbeitet bei dem Projekt mit der Hankensbütteler Imkerin Manuela Schulze zusammen. „Das Themenfeld Bienen wird spannend und erlebnisorientiert vermittelt“, sagt Ehlers. Auch zu Libellen gebe es nun seit wenigen Tagen ein Lernspiel, das „tolle Beobachtungen“ ermögliche. Zudem soll laut Ehlers durch Spenden in Höhe von knapp 30 000 Euro der Wassererlebnisparcours neu errichtet werden, um Wasser als Lebensraum und Lebensmittel zu veranschaulichen. Bis zum Herbst sollen die Installationen stehen.

„Wir können uns nicht ausruhen“, sagt der Chef des Otter-Zentrums. „Wir müssen unser Zentrum auch für die nächsten 25 Jahre fit machen. Es ist erforderlich, dass wir uns inhaltlich und räumlich vergrößern.“ Der jetzige Platz reiche nicht aus. Durch Befragungen von Personen, die noch nicht vor Ort waren, hätte sich ergeben, dass viele von weiter her das Otter-Zentrum noch nicht kennen und vermutet wird, dass man nicht einen ganzen Tag im Otter-Zentrum verbringen könne. „Wir sagen: Das lohnt sich sehr wohl“, sagt Ehlers.

Allerdings ist die Einrichtung laut Ehlers Angaben von der Bundes- und der Umgehungsstraße, beide stark befahren, eingeschlossen. Dies sei auch bei der Erweiterungsoption der östlichen, nicht bebauten Flächen der Fall. Eine Lösung per Brücke oder Tunnel sei wahrscheinlich aufwändig. Nichtsdestotrotz werde sie geprüft, um sie mit Zahlen untermauern zu können.

Mark Ehlers (erste Reihe links), Chef des Otter-Zentrums, sagt über die Erweiterungspläne der Naturerlebnis-Einrichtung: „Wir möchten die Anbindung des Otter-Zentrums an den Ort stärken.“

Das Otter-Zentrum orientiert sich laut Ehlers bei den Planungen für eine Erweiterung weiter an der Variante Richtung Ort. Für den Bohldamm, das Wassertretbecken, den Grillplatz oder den Rodelberg würde im Falle des Falles Ersatz geschaffen: „Wir wollen niemandem etwas wegnehmen. Die Gemeinde und die Bürger wissen besser, wo diese Einrichtungen hin könnten.“ Man sei in guten Gesprächen, sagt Ehlers. Es gebe Ängste von Menschen, dass sich durch die Erweiterung deren Umfeld negativ verändere. „Wie können wir dies minimieren oder die Ängste aus dem Weg räumen?“, ist laut Ehlers das Ansinnen der Einrichtung. „Keiner soll unter dem Otter-Zentrum leiden.“ Über manche Argumente und Diskussionen sei man beim Otter-Zentrum erschrocken. Die Diskussion werde manchmal aus seiner Sicht auch „nicht mit sauberen Bandagen“ geführt.

Prof. Dr. Johann Schreiner, Direktor der Adolf Toepfer Akademie für Naturschutz (NNA) aus Schneverdingen, sprach in seinem Vortrag über die Instrumente des Naturschutzes und den Themenbereich Bildung für nachhaltige Entwicklung. Er bezeichnete das Hankensbütteler Otter-Zentrum als „Leuchtturm“ in Deutschland bei der Natur- und Umweltbildung.

Von Paul Gerlach

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