Aber: Hoher Altersdurchschnitt in den Feuerwehren der Samtgemeinde Hankensbüttel

Keine Personalsorgen, gute Nachwuchsarbeit

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Der Repker Thorsten Gaas (l.) wurde geehrt und bekam von Gemeindebrandmeister Frank Imort die Bestallungsurkunde als stellvertretender Zugführer.

Bokel. Sechs Prozent der Bevölkerung der Samtgemeinde Hankensbüttel sind Mitglied in den Feuerwehren, wie Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung im Bokeler Gasthaus Bartels feststellte.

Besonders erfreulich sei ein leichter Anstieg bei den Jugendwehren bei zurückgehenden Einwohnerzahlen.

Denn Gemeindebrandmeister Frank Imort hatte zuvor in seinem Bericht von 542 Aktiven (-11) berichtet: „Die Zahl stagniert seit Jahren, aber wir haben keine großen Personalsorgen“, stellte er fest. Mit den vier Jugendwehren und den beiden Kinderfeuerwehren habe man den Grundstein dafür gelegt, dass nicht eine der elf Ortswehren Nachwuchssorgen habe. „Dennoch zeigt die langfristige Tendenz nach unten“, gab Imort zu bedenken.

Auch die Zahl der Frauen stieg lediglich um zwei auf 41, dazu gab es Quereinsteiger. Hier sah Imort Potenzial für Personalverstärkungen. „Bedenklich“ sei allerdings der Altersdurchschnitt, 158 Aktive sind älter als 50 Jahre. „Eine Erhöhung der Altersgrenze löst das Personalproblem daher nicht“, warnte Imort. Man müsse an der Öffentlichkeitsarbeit und der Mitgliederwerbung arbeiten.

Zu den Personalzahlen gegenläufig sind die Einsatzzahlen. Denn auch 2016 war wieder ein einsatzstarkes Jahr, so Imort. 198-mal mussten die Einsatzkräfte ausrücken (minus 7 gegenüber 2015), darunter zu 103 Bränden, 93 Hilfeleistungen („die ganze Palette“) und zwei sonstigen Einsätzen. Positiv sei die Zugbildung, bedenklich dagegen Übergriffe auf die Rettungskräfte. Gewalt habe man in der Samtgemeinde noch nicht erfahren, konstatierte Imort, doch verlange man „Respekt“.

Erfolgreich waren die Ortswehren bei den Wettbewerben, allen voran Wentorf, Wierstorf (TSF-Gruppe) und Hankensbüttel (LF-Gruppe) die sich als erste, vierte und dritte für die Landesmeisterschaften qualifizierten. Knapp 50 absolvierte Lehrgänge in Gifhorn und Celle meldete Gemeindeausbildungsleiter Volkmar Oldenburger.

Gemeindejugendwart Andre Meyer berichtete über die 95 Jugendfeuerwehrmitglieder (plus 2) aus allen Orten der Samtgemeinde, die in Bokel (23), Emmen (22), Hankensbüttel (32) und Steinhorst (18) ausgebildet werden. 22 Tage Fahrten und Lager sowie 598 Stunden feuerwehrtechnische Dienste und allgemeine Jugendarbeit gab es, die Jugendwarte hängten noch einmal 1826 Stunden dran. Die Zahl der Kinder in den Kinderfeuerwehren in Bokel und Steinhorst stieg von 27 auf 38 im letzten Jahr.

Positiv ist auch die Zahl der Atemschutzgeräteträger, die von 75 auf 91 kletterte. Die Ausbildung hier soll landkreisweit vereinheitlicht werden, gab Gemeinde-Atemschutzbeauftragter Thorsten Gaas bekannt, damit man auch gebietsübergreifend AGT-Träger anfordern könne.

Für dieses Jahr stehen bei der Wehr der Samtgemeinde der Neubau des Gerätehauses in Wierstorf, der Aufbau einer örtlichen Einsatzleitgruppe, die Beschaffung eines ELW für Steinhorst und die Einführung des Verwaltungsprogramms „FireOn“ auf dem Programm.

Thorsten Gaas bekam die Bestallungsurkunde zum stellvertretenden Zugführer. Zudem wurde er mit der Ehrennadel in Silber des Kreisfeuerwehrverbands geehrt.

Von Burkhard Ohse

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