Kreuzungs-Ausbau wird nicht gefördert / Neuer Anlauf – und weitere Projekte

Kein Zuschuss für Schweimker Mitte

Im Bau und gefördert: das Feuerwehrhaus in Wierstorf mit Generationentreff.
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Im Bau und gefördert: das Feuerwehrhaus in Wierstorf mit Generationentreff.

Obernholz – Enttäuschung gab es im Obernholzer Gemeinderat am Samstag bei der Sitzung bei Quickenstedt in Wierstorf. Die geplante Aufwertung der Kreuzung Im Dorfe/Gosemühlenweg in Schweimke wird nicht gefördert. Das Vorhaben soll nun geändert werden.

„Wir haben lediglich 35 von maximal 310 Punkten bekommen. 50 wären mindestens nötig gewesen, bei den derzeit vielen Anträgen auf Zuschüsse sind es aber bereits 55 bis 60“, erläuterte Planer Volker Warnecke. Einige Kriterien hätten auch nicht erfüllt werden können. Auch eine „große Verbesserung des Ortsbildes“ wollten die Sachbearbeiter in Hannover nicht sehen.

Aber dafür will die Gemeinde beim Gosemühlenweg in abgespeckter Version tätig werden.

Dass die Bevölkerungszahl fast konstant blieb, trug ebenfalls wenige Punkte ein, ein größerer Rückgang wäre hier von Vorteil gewesen. Im Haushalt stehen 130.000 Euro für das Projekt, das ohne die erwarteten Zuschüsse nun nicht starten kann. Stattdessen soll der obere Teil des Gosemühlenwegs nun abgespeckt saniert werden. „Wenn man den Unterbau der Straße belässt, die Oberdecke erneuert, dazu die Seitenränder befestigt, kommen wir locker mit den 130.000 Euro aus“, prognostizierte Bürgermeister Werner Rodewald. Über das bisherige Projekt will man sich aber weiterhin Gedanken machen.

Erfreulich, so die Feststellung aller Ratsmitglieder, sind aber die 500.000 Euro, die schon als Zuschüsse in die Gemeinde flossen. Mit den nächsten fünf privaten Vorhaben und dem Neubau des Wierstorfer Generationentreff mit Feuerwehr sind weitere 415.000 Euro sicher.

Wird nicht bezuschusst: die Kreuzung Im Dorfe/Gosemühlenweg in Schweimke.

Neben dem nun abgelehnten Projekt in Schweimke soll die Zufahrt des dortigen Friedhofs mit Stellplätzen in die Antragsliste aufgenommen werden. Dazu sei aber eine Änderung der Priorität nötig, sagte Warnecke. In den Folgejahren bis 2023 wären die Straße am Rietberg mit Infobereich und die Nebenanlage der Ortsdurchfahrt K 13 in Bottendorf, der Aufenthaltsbereich am Ehrenmal und der Jugendtreff mit Jungfernstieg/Bolzplatz in Steimke sowie die Gestaltung des Rundlingskerns und der Straße Haeg in Wierstorf heiße Favoriten auf Zuschussanträge. Knapp 40 weitere Projekte stehen auf der Prioritätenliste.

Besonders hinweisen solle man auf die Möglichkeiten für Privatleute, die immerhin 30 Prozent der Kosten, maximal 100.000 Euro, an Zuschüssen bekommen können. „Das gilt auch, wenn man ein Gebäude umbaut, umnutzt oder revitalisiert, ebenfalls für den gesamten Innenbereich“, sagte Warnecke.

VON BURKHARD OHSE

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