Lars Burmeister aus Hankensbüttel macht sich für mehr bienenfreundliche Gärten stark

„Das ist kein Hexenwerk“

+
Lars Burmeister vor dem 30 Quadratmeter großen Blühstreifen und seinem selbst gebauten Insektenhotel: Der Hankensbütteler ist überzeugt, dass jeder Bürger in seinem Garten mit nur geringem Pflegeaufwand einen wichtigen Beitrag leisten kann.

Hankensbüttel. Ein bienenfreundlicher Garten ist „kein Hexenwerk“, zeigt sich Lars Burmeister aus Hankensbüttel überzeugt. „Wenn jeder nur einen Quadratmeter in seinem Garten dafür anlegt, wäre das schon etwas. “

Ob Lavendel, Salbei oder Lupinen – darauf fliegen die Bienen. Zudem gebe es tausende Sorten von Bienenmischungen als Saatgut, betont Burmeister. Als Modellversuch hat er auf 30 Quadratmetern in seinem Garten einen Blühstreifen angelegt. Honigbienen, rote Mauerbienen und Wespen fliegen die bunten Blumen an. „Wenn es keine Insekten im Garten gibt, kommen keine Vögel, ohne Mücken keine Schwalben und Fledermäuse – und ohne Brennnesseln keine Schmetterlinge“, so Burmeister. Für Igel stellt er Wassertränken auf, die nachts gerne besucht werden. Auch Rotkehlchen, Rotschwänze, Amsel, Drossel, Fink und Star lassen sich im Garten sehen. Burmeister hat selbst ein Insektenhotel gebaut, das von Holzwespen und Mauerbienen bewohnt wird.

„Es summt, brummt und flattert“, freut sich Burmeister, dass es den ganzen Sommer über in seinem Garten blüht. Den Klee hat er für die Hummeln stehen lassen. Auch Schmetterlinge wie Zitronenfalter, Kleiner Fuchs, Admiral oder Tagpfauenauge schauen vorbei. Wenn es mit dem Blühstreifen weiter gut läuft, dann will Burmeister ihn auf 100 Quadratmeter ausweiten. Den Pflegeaufwand bezeichnet Burmeister als recht gering: Den Blühstreifen bewässere er einmal morgens und einmal abends.

Der Hankensbütteler wünscht sich, dass mehr Bürger Blühstreifen in ihren Gärten anlegen. „Das ist kein Hexenwerk.“ Steinwüsten in den Vorgärten seien zwar pflegeleicht, aber keine Heimat für Tiere, Insekten und Pflanzen.

„Es gibt immer etwas zu lernen. Man sieht jeden Tag etwas Neues“, sagt Burmeister. Mit Blick auf die politischen Diskussionen in den Kommunen zum Thema Blühstreifen betont er: „Sich Gedanken zu machen ist gut.“ Man müsse das Ganze aber auch auf der praktischen Ebene dann angehen.

Von Paul Gerlach

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare