Kein direkter Bus nach 10. Stunde

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Der r Schülertransport am Hankensbütteler Busbahnhof ist ein Thema, über das künftig noch diskutiert werden muss.

Hankensbüttel. – Von Sabnine Peter. Wenn das Gymnasium Hankensbüttel ab dem nächsten Schuljahr Stück für Stück Ganztagsschule werden soll, wird sich auch die Schülerbeförderung per Bus komplett verändern müssen, da andere Zeiten gelten. Eine Mutter sieht aber in der bisherigen Beförderung ein grundsätzliches Problem, besonders nach der zehnten Unterrichtsstunde.

In den Jahrgängen elf, zwölf und 13 liegen die meisten Sportkurse in den Nachmittagsstunden und enden nach der zehnten Unterrichtsstunde. Nach Berechnung der Mutter haben etwa 25 bis 30 Prozent der Schüler am Gymnasium auch mal nach der zehnten Stunde Schluss. Es gebe allerdings keine zeitnahe Busverbindung zu diesem Zeitpunkt. Einige Schüler würden daher auf das Auto ausweichen, aber nicht alle können das, zumal in der elften Jahrgangsstufe die Mehrheit keinen Führerschein besitzt. Schüler der Oberstufe bekommen ihre Busfahrkarte nicht mehr unentgeltlich zur Verfügung gestellt, wie es im Sekundarbereich 1 der Fall ist. Zudem seien die Fahrpläne verschiedener Busse nicht aufeinander abgestimmt. Der Mutter erscheint es paradox, dass die komplette Unterrichtszeit nicht in den öffentlichen Personennahverkehr eingebunden wird. Am Wochenende und in den Abendstunden würden hingegen leere Busse unterwegs sein. Sie hat sich schriftlich an den Landkreis und die betreffenden Busunternehmen gewandt.

Eine Lösung ist derzeit aber nicht in Sicht, wie Karsten Kreutzberg, Fachbereichsleiter Schule beim Landkreis Gifhorn, erklärt. Die Schülerbeförderung am Gymnasium sei ein „komplexes Thema“, zu dem sich der Landkreis, die Verkehrsgesellschaft Landkreis Gifhorn (VLG) und das Busunternehmen Brauner im Gymnasium schon an einen Tisch gesetzt hätten. Dabei ging es auch um die Beförderung nach der zehnten Stunde und um die Schülerbeförderung im Ganztagsschulbetrieb. Bei letzterem wird es aufgrund der Doppelstunden andere Fahrzeiten geben müssen (das IK berichtete). Das komplexe Thema Schülerbeförderung wird sich laut Kreutzberg mit Beginn der Ganztagsschule verschärfen. Weitere Gespräche im Hinblick auf die kommenden Jahre seien nötig.

Aus dem Stand sei das kurzfristig zwar nicht hinzubekommen, der Landkreis strebe aber eine Lösung an. Kreutzberg: „Wir sind schließlich daran interessiert, den Schülern eine gute Beförderung zu gewährleisten, andererseits muss man auch sehen, was die VLG leisten kann.“

Henrik Bude, Betriebsleiter der VLG, sieht den „wirtschaftlichen Rahmen“ gesprengt, würde direkt nach der zehnten Stunde um 16.30 Uhr ein Bus eingesetzt, der in sämtliche Richtungen fährt. Zumal würde sich der Fahrplan mit der Ganztagsschule ohnehin ändern. Die Fahrpläne für den Sekundarbereich 1 sind mit dem Schulamt abgestimmt, erklärt Frank Brauner vom gleichnamigen Kakerbecker Busunternehmen. Außerhalb der Schulzeiten richte sich der Öffentliche Personennahverkehr nach der Bahn, somit seien auch die Busse mit der Bahn vertaktet. Eigens eingerichtete Bussse direkt nach der zehnten Stunde wären nicht wirtschaftlich, meint Brauner.

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