Kein Dauerwohnen im Dorf

Der B-Plan des Feriengebietes mit Wikinger-Museumsdorf, Campingplatz und Badesee.

Hagen - Von Sabine Peter. Der geänderte Bebauungsplan des geplanten Feriengebietes mit Wikingerdorf in Hagen wurde am Montagabend dem Bau- und Umweltausschuss sowie dem Dorferneuerungsausschuss der Gemeinde Sprakensehl vorgestellt. Dazu hatten sich auch einige Hagener Bürger im Sprakensehler Feuerwehrhaus versammelt, um den Ausführungen des Planers Volker Warnecke zu folgen.

Nach der Auslegung des Bebauungsplanes wurden die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange und die Eingaben von Privatpersonen abgewogen und in den B-Plan eingearbeitet. Zahlreiche Stellungnahmen, unter anderem auch vom Landkreis, hatte der Planer zu berücksichtigen. Hinsichtlich der privaten Stellungnahmen hatte es auch Einwände gegeben, die nicht direkt mit dem Bebauungsplan zusammen hängen, meinte Warnecke.

Die wichtigsten Änderungen und Ergänzungen im B-Plan listete der Planer auf. So sind nun ergänzende Stellplätze im Süden des geplanten Feriengebietes vorgesehen. Busverkehr werde in der Straße Am Sportplatz untersagt. Sollte ein Ausbau dieser Straße durch viel Verkehrsaufkommen nötig werden, übernimmt dies der Investor.

Viele Eingaben kamen laut Warnecke zur Verkehrsbelastung auf der Hagener Dorfstraße (K 96). Nach Berechnungen des Planers sei die Verkehrsbelastung mit den bisherigen Verkehr und den durch das Feriengebiet aufkommenden Fahrzeugen für die Straße noch verhältnismäßig gering. Darüber hinaus werde es im Museumsdorf der Wikinger keine Dauerbewohnung geben. Wikingeroberhaupt Maximilian Schütte hatte zuvor das Gegenteil geplant. Weitere Änderungen sind, dass es nicht mehr als 50 Campingplätze geben soll und dass Lärmemissionen bewertet werden. Der Wirtschaftsweg in Verlängerung des Haupterschließungsweges bleibe für die Forstwirtschaft weiter zugänglich. Da das Feriengebiet den Lebensraum geschützter Brutvögel beeinflusst, muss der Investor als Ausgleich sogenannte Lerchenfenster (Fehlstellen im Acker) auf den benachbarten Ackerflächen errichten.

Unter den anwesenden Zuhörern aus Hagen machte sich Skepsis breit, dass das Wikingerdorf tatsächlich zustande komme. Einige von ihnen hätten Nachforschungen über Schütte und die Gemeinschaft Myrwik angestellt. Investor Wilhelm Fromhagen betonte, dass er großes Vertrauen in die Wikinger setze. Er stehe dafür gerade, dass Ordnung im Museumsdorf der Wikinger herrsche.

Der Ausschuss empfahl bei einer Enthaltung die öffentliche Auslegung des B-Planes. Der Gemeinderat hat darüber in seiner nächsten Sitzung zu beschließen.

Das Feriengebiet umfasst laut Plan 47000 Quadratmeter und soll Museumswikingerdorf, Treckinghütten mit Küche und sanitären Anlagen, Campingplatz, Badeteich und Ferienhäuser beinhalten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare