Hankensbüttel: Verkehrsausschuss empfiehlt Sanierung der maroden Fahrbahn im Rahmen von Kanalarbeiten

Karl-Söhle-Weg soll ausgebaut werden

Die Fahrbahn ist schon lange marode: Der Karl-Söhle-Weg in Hankensbüttel soll nun doch komplett ausgebaut werden. Foto: Peter

Hankensbüttel. Schon seit Jahren weist der Karl-Söhle-Weg in Hankensbüttel starke Schäden und Risse in der Fahrbahndecke auf. Der Verkehrsausschuss der Gemeinde Hankensbüttel empfahl jetzt einstimmig den Weg im Rahmen von Arbeiten des Wasserverbandes sanieren zu lassen.

Im vergangenen Jahr hatte die Kommunalpolitik einer Sanierung aus Kostengründen eine Absage erteilt (das IK berichtete).

Martin Wetzel vom Gifhorner Wasserverband erläuterte die geplante Erneuerung des Kanals unter dem Karl-Söhle-Weg. Der Wasserverband will die neuen Rohre mittig verlegen. Der Verband hatte im Rahmen der Überprüfung des Kanals ein Bodengutachten angefertigt. Dieses belege eine nicht ausreichende Tragfähigkeit des Untergrundes.

Von den Gesamtkosten über 114 144 Euro für die Kanalerneuerung müsste die Gemeinde Hankensbüttel einen eigenen Anteil von rund 65 000 Euro tragen. Würde man es bei der bloßen Kanalerneuerung belassen, würde der Verband nach Fertigstellung der Kanalerneuerung die Straßendecke schließen. Im Rahmen der Kanalarbeiten könnte der Karl-Söhle-Weg komplett saniert und ausgebaut werden. Der Vertreter des Wasserverbandes errechnete bei dieser Variante einen Kostenanteil für die Gemeinde von 130 500 Euro, in dieser Summe sind die 65 000 Euro für den Kanalneubau enthalten.

Peter Dietz (Grüne) sprach sich für den Ausbau des maroden Weges aus: „Wir müssten nur 65 000 Euro mehr zahlen und hätten gleich eine neue Straße.“

Gemeindedirektor Heinz Gödecke erkundigte sich, ob die Maßnahme um ein Jahr verschoben werden könnte, da die Landesstraßenbaubehörde eine Sanierung der L 280 (Uelzener Straße) anstrebt, die an den Karl-Söhle-Weg angrenzt. Würden beide Sanierungen zur gleichen Zeit erfolgen, könnte die Gemeinde Kosten sparen. Wetzel unterstrich jedoch, dass die Maßnahme des Wasserverbandes in diesem Jahr über die Bühne gehen müsse. Hankensbüttels Bürgermeister Martin Rausch (SPD) merkte an, dass der größere Anteil der Kosten bei der Gemeinde liege. Die Landesstraßenbaubehörde plane die Sanierung der Uelzener Straße erst für das Jahr 2013.

Dirk Köllner (CDU) meinte, angesichts der Haushaltslage sei es zwar schwer, Geld auszugeben, dennoch müsse man zuschlagen und den Weg gleich komplett ausbauen. Das Angebot sei günstig und die Straße sehr kaputt.

Der Ausschussvorsitzende Herbert Buhr (CDU) fand, dass eine Empfehlung vorbehaltlich des Gemeindehaushaltes 2012 zu geben sei, dessen Zahlen noch nicht vorliegen würden. Der Gemeindedirektor äußerte, dass der Weg an den Seiten wegbreche, wenn der Wasserverband den Kanal saniere und die Straße danach wieder schließe. Die Seitenränder würden dann im alten Zustand bleiben. Der Zustand des Weges dürfte dann noch dürftiger sein als im Moment.

Der Verkehrsausschuss empfahl einstimmig den Neubau des Karl-Söhle-Weges einschließlich der Arbeiten am Regenwasser- und Schmutzkanal des Verbandes vorbehaltlich der Haushaltsberatungen. An die Anlieger wären Beiträge zu erheben. Eine endgültige Entscheidung trifft der Hankensbütteler Gemeinderat.

Von Sabine Peter

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