„Nicht aus den Augen verlieren“

Karl-Söhle-Schule: Samtgemeinde verschiebt Einführung des Ganztages

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Der Hankensbütteler Samtgemeinderat beschloss die Verschiebung des Ganztagsbetriebes an der Karl-Söhle-Schule. Für den Ganztag werden Räume benötigt, die momentan durch die Kita belegt sind.

Hankensbüttel – Die Einführung des Ganztagesbetriebes an der Hankensbütteler Karl-Söhle-Schule verschiebt sich um ein weiteres Jahr und wird nun nicht vor 2021 in Angriff genommen.

Der Samtgemeinderat beschloss jetzt einstimmig, dass bis spätestens zum 31. Mai 2020 ein entsprechender Antrag für das Schuljahr 2021/2022 neu gestellt werden soll.

Gleichzeitig wurde bei der Sitzung deutlich, dass die Politik den Ganztag unbedingt herbeiführen möchte und sich in dieser Sache noch mehr Engagement seitens der Schule wünscht.

Bereits im Schulausschuss hatte Werner Rodewald (CDU) den Antrag seiner Fraktion auf Einführung der offenen Ganztagsschule zum nächsten Schuljahr zurückgezogen. Das tat er nun auch im Samtgemeinderat, machte aber auch klar, dass nach seinem Eindruck das Thema durch die Schule „schleppend behandelt“ werde. Die CDU würde sich in dieser Sache mehr Engagement durch das Kollegium wünschen. Aufgrund der jüngst erhaltenen Infos, auch aus dem Schulausschuss, sei aber klar, dass es mit einer Umsetzung zum kommenden Schuljahr nichts werde. „Das ist aufgrund der baulichen Vorgaben nicht möglich“, zeigte Rodewald Verständnis. „Aber wir sollten es nicht aus den Augen verlieren.“ So soll zunächst das Bauvorhaben der neuen Kindertagesstätte gegenüber der Karl-Söhle-Schule abgewartet werden, um dann der weiteren Planung entgegenzusehen.

Aufgrund des stockenden Kita-Neubaus in der Schulstraße war die Ganztagseinführung, die ursprünglich bereits für das Schuljahr 2017/2018 geplant war, stets wieder zurückgezogen worden. Denn zur Einführung der Ganztagsschule werden zwingend Räume benötigt, die momentan noch durch die Kita belegt sind. Die Einführung hängt daher unmittelbar mit dem Neubau der Kita zusammen. Laut der Verwaltung kann nicht damit gerechnet werden, dass der Neubau rechtzeitig vor Schuljahresbeginn 2020/2021 fertiggestellt wird. Eine Übergangslösung für das Schuljahr 2020/2021 sei in der Größenordnung, wie sie für die Karl-Söhle-Schule benötigt wird, nicht realistisch. Auch Rathaus-Chef Andreas Taebel unterstrich im Samtgemeinderat erneut, dass die Grundsteinlegung für den Kita-Neubau zwar nun kurzfristig erfolgen soll, aber dass der Neubau nicht innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden könne. Bis zur Ganztag-Antragsstellung im kommenden Jahr seien noch geringe Nacharbeiten an der Schule nötig, die bis dahin erledigt werden können. Nach dem Umzug der Kitagruppe sei dann eine zeitnahe Umsetzung des Ganztagesbetriebes das Ziel, so Taebel.

VON PAUL GERLACH

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