Sanierung schreitet ohne Zwischenfälle voran

Isenhagner See: Saugbagger rackert den ganzen Tag

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Im Hintergrund arbeitet der Saugbagger: Bürgermeister Dirk Köllner (v.r.), Frederic Zeck vom Planungsbüro Heidt + Peters, Rainer Nuth vom Otter-Zentrum und Samad Belmahi von der Firma J.P. Schilder. 

Hankensbüttel – Zwölf Stunden am Tag rackert momentan der Saugbagger bei der Sanierung des Isenhagener Sees bei Hankensbüttel – und zwar ohne Unterbrechung von 7 bis 19 Uhr, solange es keine technischen Probleme gibt.

Doch größere Pausen scheinen derzeit auch nicht notwendig zu sein. Frederic Zeck vom Planungsbüro Heidt + Peters zeigte sich gestern im IK-Gespräch vor Ort sehr zufrieden mit dem bisherigen Fortschritt.

Der Zulauf in das erste Becken: Neben Wasser und Schlamm wird auch etwas Sand und Kies mitangesaugt.

„Der Schlamm wird die ganze Zeit gefördert“, erläutert Zeck. 60 Kubikmeter sind es in der Stunde, rund 2.500 bis 3.000 Kubikmeter pro Woche. Bekanntlich sollen am Ende 5.000 Kubikmeter entwässerter Schlamm auf der Polderfläche auf einem Acker östlich des Sees gelagert werden. 10.000 Kubikmeter Erde mussten beim Anlegen der Polderfläche bewegt werden, schätzt Zeck. Im Gewässer sei der Schlamm weich, auf der Polderfläche sei er dann vom Volumen her deutlich kleiner. Wie dicht er dort gelagert werden kann, hänge von der Art des Schlamms ab.

Im kleinen Maßstab: Hier sieht man, wie sich der Schlamm im Messbecher absetzt.

„Das meiste verdunstet dann“, sagt Zeck. Von oben nach unten trockne der Schlamm in den Becken langsam ab. Der erste Eindruck beim Betrachten der Schlammdecke könne also in Sachen Festigkeit täuschen, eine 60 Zentimeter dicke Schlammschicht erwartet Zeck. Daher warnt er auch vor dem Betreten der Becken. Entsprechende Warnschilder sind aufgestellt worden.

An der Polderfläche steht ein Container mit einer Anlage zur Zugabe von Polymeren. Mit dem Flockungshilfsmittel werden fein verteilte Partikel zu größeren Einheiten (Flocken) gebunden und können so leichter aus dem Wasser abgeschieden werden. Die Polymere auf organischer Basis bleiben im Schlamm und sind laut Zeck abfallrechtlich unproblematisch. Die Sanierung verläuft bislang ohne Zwischenfälle. Zeck geht davon aus, dass die Saug- und Pumparbeiten noch drei Wochen dauern.

VON PAUL GERLACH

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