So gehen von der Umstellung auf IP-Telefonie betroffene Bürger nun vor

Isenhagener Land: Breitband ohne doppelte Kosten

Von der Umstellung auf IP-Telefonie sind so einige Bürger betroffen. Doppelte Kosten können sie vermeiden.
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Von der Umstellung auf IP-Telefonie sind so einige Bürger betroffen. Doppelte Kosten können sie vermeiden.

Obernholz / Isenhagener Land – Stehen manche Haushalte in der Gemeinde Obernholz – oder auch anderswo im Isenhagener Land – bald ohne Telefon- und Internetanschluss da? Diese Befürchtung hatte ein Bürger, der nicht genannt werden möchte: Von der Telekom hatte er zu Anfang November eine Kündigung seines alten Anschlusses bekommen, weil der auf IP-Telefonie umgestellt wird.

Hinzu kommt: Bis das neue Glasfasernetz von Giffinet (das IK berichtete) in Betrieb genommen wird, kann es noch eine ganze Weile dauern. Es zeichnet sich aber zumindest eine Vorgehensweise für die Bürger ab, die sich für das Giffinet-Netz entscheiden und die für sie auch nicht zu doppelten Kosten führt, zeigt eine IK-Recherche. .

Die Umstellung zwingt den Mann, einen neuen Zwei-Jahres-Vertrag bei der Telekom abzuschließen. Eigentlich wollte er das nicht, denn er hat sich für einen neuen Breitbandanschluss von Giffinet entschieden. Sorgen machen ihm vor allem auch ältere, hilflose Menschen, die auf einen Telefonanschluss dringend angewiesen sind, aber vielleicht genauso zwischen Baum und Borke sitzen. „Unser Opa braucht den Hausnotruf“, berichtet er. „Was sollen diese Menschen tun?“

Der Mann hat inzwischen mit der Telekom einen neuen Vertrag abgeschlossen. Also nutzt er zunächst das Telekom-Netz und sobald die Glasfaser von Giffinet liegt, kann er wiederum letztere sofort nutzen. Giffinet kündigt dann seinen Vertrag bei der Telekom und so könnte er ohne Ausfallzeit ins Glasfasernetz wechseln.

Kreisrat Mirco Schmidt hält fest, dass Bürger, deren Vertrag ausläuft, solange die Glasfaser noch nicht gelegt ist, ihren Altvertrag schlicht nicht kündigen sollten, wodurch sich dieser automatisch um zwölf Monate verlängere. Giffinet kündigt die Altverträge dann zu dem Zeitpunkt, wenn die Glasfaser im Haushalt funktionsfähig verlegt wurde. „Ein neuer Vertrag mit dem bisherigen Anbieter sollte nur abgeschlossen werden, sofern dies aufgrund einer Umstellung von ISDN auf VoIP-Telefonie erforderlich ist – so wie es leider gerade in Emmen, Bokel oder Obernholz vorkommt“, sagt Schmidt. Sicher sei jedoch, dass auch in diesen Fällen keine doppelten Kosten für die Bürger entstehen. Der Haushalt könne das kostenlose Vorabprodukt – sofern es vom Anschlussinhaber gebucht wurde – nutzen.

Einen Termin zur Inbetriebnahme des Teilnetzes im Cluster I kann Schmidt noch nicht nennen. Dies hänge wesentlich von den Witterungsbedingungen im Winter und den Kapazitäten der Tiefbauunternehmen ab. Der aktuelle Zeitplan sieht den Beginn der Erdarbeiten nach wie vor für das nun laufende vierte Quartal vor.

VON HOLGER BODEN UND PAUL GERLACH

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