Noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten am Hankensbütteler Gewässer starten

Kur für den Isenhagener See

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Idyllisch liegt er da in diesen Tagen, der Isenhagener See: Noch in diesem Jahr soll das Gewässer am Ortsrand von Hankensbüttel kräftig ertüchtigt und die Wasserqualität verbessert werden.

Hankensbüttel. Am Isenhagener See wird sich in Zukunft einiges tun. Das Gewässer soll gehörig ertüchtigt werden (IK berichtete). Auch, um zu versuchen, Algenbewuchs wie in den vergangenen Tagen einzudämmen oder bestenfalls ganz zu verhindern.

„Wir werden die Zuläufe verändern und für mehr Uferbewuchs sorgen“, kündigt Heinz Gödecke, Abteilungsleiter Service, Planen und Bauen im Hankensbütteler Rathaus, an.

Zu den geplanten Maßnahmen gehörten etwa das Entschlammen von Teilbereichen des Sees, die naturnahe Talraumentwicklung im Bereich des Emmer Baches, die Reduzierung oder Vorreinigung der direkten Einleitungen in die Bäche sowie die Anlage eines Vorbeckens mit ausgeprägten Röhrichtzonen im Zulaufbereich des Hankensbütteler Baches, um gezielt Sedimente und Nährstoffe zurückzuhalten und zu binden. Zudem solle der Ablauf ertüchtigt werden, um gegebenenfalls im Sommer 20 Zentimeter höher einzustauen. Rund 900 000 Euro werde die Maßnahme kosten. Davon seien 750 000 Euro gefördert berichtet Gödecke.

Am Isenhagener See soll es in Zukunft mehr Röhricht und Schilf im Uferbereich geben.

Weitere Maßnahmen könnten Röhrichtzonen sowie Angler- und Infostege, jeweils am östlichen Ufer des Sees, sein. Als denkbar gelten angesichts des belasteten Oberflächenwassers auch eine Sauerstoff-einleitung und Rückhaltebecken mit Staustufen. Der Emmer Bach könnte eine Schilfbarriere erhalten, der Hankensbütteler Bach einen Sandfilter, so Überlegungen im vergangenen Jahr. Es gibt demnach einige Stellschrauben, um die Wasserqualität zu verbessern, so Samtgemeinde-Bürgermeister Andreas Taebel im vergangenen Frühjahr.

Er nennt die Ultraschall-Behandlung des Bromer Ohresees als einen Anstoß, dass jetzt auch Bewegung in die geplante Sanierung des Isenhagener Sees am Hankenbütteler Otter-Zentrum kommt. Die Ultraschall-Behandlung sei aber keine Dauerlösung. „Wir haben hier immer belüftet, aber es war klar, dass das nicht ausreicht“, so der Chef der Verwaltung vor einigen Monaten. Die Sanierung sei ein „Riesenvorhaben“, das man schnell angehen müsse. Denn die Fördermittel seien zeitlich gebunden und würden sonst verfallen. Noch in diesem Jahr müsse man loslegen. Da das Ganze für die Verwaltung allein nicht zu schaffen sei, würden Planungsbüros mit der entsprechenden Expertise eingebunden.

Das Gewässer am Ortsrand von Hankensbüttel hat eine Fläche von rund 80 Hektar.

Von Jens Schopp

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