Start in Führungssaison wird wegen Corona auf 1. Mai verschoben

Isenhagen: Kloster erlegt sich längere Pause auf

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Das Kloster Isenhagen sieht sich wegen der Corona-Krise dazu gezwungen, den Start der Führungssaison auf den 1. Mai zu verschieben. Generell gilt derzeit hinter den altehrwürdigen Mauern wie überall sonst auch: Alles wird zurückgefahren. Auf die Hygiene wird besonders geachtet. Soziale Kontakte werden auf das Nötigste reduziert.

Isenhagen – Diese Wucht können selbst die mächtigen, altehrwürdigen Mauern des Klosters Isenhagen nicht aufhalten: Wegen der Corona-Virus-Pandemie ist das Kloster gezwungen, die Führungssaison, die sonst für gewöhnlich zum 1. April gestartet worden wäre, auf den 1. Mai zu verschieben.

Auch dieses Datum für den Saisonstart steht natürlich unter Vorbehalt.

„Wir bereiten uns auf die Saison vor. Aber wir werden unsere Türen nicht öffnen, wenn die Corona-Situation noch schlimmer wird“, betont Äbtissin Susanne Jäger gegenüber dem IK.

Die Gesundheit aller Beteiligten hat ohnehin Priorität. So ist das Konzert des Berlin Piano Trios, das am 24. April in der Reihe „Schätze im Kloster“ in der Klosterkirche vorgesehen war, gestern abgesagt und auf einen späteren Termin verschoben worden. Gekaufte Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit. Ausfallen wird auch die nächste Ausgabe von „Meditation und Stille“, die am 17. April im Kloster geplant worden war.

Dort herrscht momentan noch mehr Ruhe also ohnehin schon. „Ich habe meinen Konventualinnen ans Herz gelegt, soziale Kontakte zu meiden“, sagt die Äbtissin. Einkaufen lasse sich schlechterdings vermeiden, aber ansonsten werde alles zurückgefahren. Es gilt, sich gut die Hände zu waschen. Das ist im Kloster nicht anders als wie überall sonst auch: Die Hygienemaßnahmen wurden verstärkt.

„Man muss sich gut überlegen, wohin man seine Schritte lenkt“, bringt Jäger die aktuelle Situation auf den Punkt. Nichtsdestotrotz bietet sich in solchen Zeiten aber auch die Gelegenheit, den Fokus für bestimmte Dinge zu schärfen. „Die Gartenarbeit schreitet bereits voran“, berichtet die Äbtissin.

VON PAUL GERLACH

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