Leitung und Gestaltung von Gottesdiensten

Isenhagen: Äbtissin Susanne Jäger ist nun auch Lektorin

Äbtissin Susanne Jäger (Mitte) mit Vertretern des Kirchenvorstandes, den Pastoren Jörn Kremeike und Dr. Heinrich Springhorn sowie Superintendent Christian Berndt vor dem Altar in der Isenhagener Klosterkirche.
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Äbtissin Susanne Jäger (Mitte) wurde am Sonntag, 11. April, im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes in das Amt einer Lektorin berufen.

Isenhagen – Die Äbtissin des Klosters Isenhagen, Susanne Jäger, wurde am gestrigen Sonntag, 11. April, im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes durch den Superintendenten des Kirchenkreises Wolfsburg-Wittingen, Christian Berndt, offiziell in das Amt einer Lektorin berufen. Jäger wurde mit der Leitung und Gestaltung von Gottesdiensten beauftragt. Pastor Jörn Kremeike begrüßte unter Einhaltung der geltenden Corona-Regeln rund 40 angemeldete Gottesdienstbesucher, Mitglieder des Kirchenvorstandes sowie Pastor Dr. Heinrich Springhorn.

„Liebe Gemeinde, heute ist Quasimodogeniti, der Sonntag nach Ostern, der uns Christen an die Auferstehung Jesus erinnert und uns Christenmenschen als die neugeborenen Kinder bezeichnet“, betonte Kremeike. „Quasimodogeniti oder auch Weißer Sonntag genannt, erinnert uns Christenmenschen an die neue Geburt, die wir durch Wasser und Geist erfahren und den Anfang eines neuen Lebens in Christus erleben.“ Und daher stand auch dieser Sonntag ganz im Zeichen des Osterfestes, „das für uns Christen nicht am Dienstag nach Ostern, sondern erst zu Pfingsten endet“, so der Pastor. Ferner bezog Kremeike in seiner Predigt auch den „ungläubigen Thomas“ mit ein, der eigentlich gar nicht ungläubig war, sondern nur etwas Neues, etwas Anderes machen wollte, als das Alte ständig beizubehalten. Ähnlich ging es auch Martin Luther, stellte der Pastor klar, der eben auch seine eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse gesammelt hatte, um später seinen Glauben an Gott zu erneuern.

„In diesem Sinne wollen wir daher unsere Äbtissin Susanne Jäger als Lektorin für die Kirchengemeinden Hankensbüttel und Sprakensehl einführen und wünschen ihr dafür viel Glück, Freude und Zuversicht“, so Kremeike. Superintendent Christian Berndt erinnerte mit seinen Worten an die Ausbildung von Jäger an der Michaeliskirche in Hildesheim zur Lektorin, bei der sie von der ehemaligen Pastorin Monika Krösche begleitet und durch den Kirchenvorstand besonders gefördert wurde. „Ich begrüße es außerordentlich, dass Sie, liebe Frau Jäger, neben ihren Tätigkeiten als Äbtissin und weiteren Ehrenämtern, so viel Engagement aufbringen, um in einer schwierigen Zeit mit der Corona-Pandemie diese Tätigkeit noch zusätzlich auf sich nehmen,“ lobte der Superintendent die Äbtissin.

Nach der Verlesung der Urkunde durch die KV-Vorsitzende Marion Buchholz, sagte der Superintendent weiter, dass es für die neue Lektorin eine große Herausforderung sei, um Gott zu dienen. „Es ist schön, Gottesdienste zu leiten, auch wenn man nicht studiert hat“, betonte Berndt und dankte Jäger für die Übernahme dieses kirchlichen Ehrenamtes.

Nach der feierlichen Einsegnung, sprach Buchholz im Namen der Kirchenvorstände ein Grußwort. „Wir freuen uns sehr über die Beauftragung von Susanne Jäger zur Lektorin und wünschen ihr alles erdenklich Gute, viel Freude, gute Begegnungen mit den Menschen und der Bibel.“ Buchholz überreichte der Lektorin ein Blumengeschenk.

Musikalisch begleitet wurde die feierliche Einführung der neuen Lektorin durch Stefanie Barnieske an der Orgel und ihrem Mann Ulf mit Gesang. So erklangen unter anderem Lieder wie „Er ist erstanden“ über „Wer nur dem lieben Gott lässt walten“ bis hin zu „Komm o komm du Geist des Lebens“. Nach dem Segen und dem Vaterunser, den Susanne Jäger sprach, klang der Einführungsgottesdienst aus.

(von Hans-Jürgen Ollech)

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