Ausschließlich Astrazeneca-Impfstoff

350 Menschen bei großer Impfaktion in Steinhorst

Impfaktion in Steinhorst
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Reger Andrang bei der Impfaktion in Steinhorst. Da die ersten beiden Termine so gut angenommen wurden, soll es um Pfingsten noch eine Aktion geben.
  • Paul Gerlach
    vonPaul Gerlach
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Steinhorst – Steinhorst macht Dampf in Sachen Impfungen: Bei zwei Terminen wurden insgesamt rund 350 Menschen mit Astrazeneca geimpft – hinausgehend über den alltäglichen Praxisbetrieb.

Nach der Freigabe der Priorisierung für Astrazeneca dürfen jetzt alle Erwachsenen geimpft werden, sofern aus ärztlicher Sicht nichts dagegen spricht: Davon wurde in Steinhorst reichlich Gebrauch gemacht. Das Praxis-Team hat ein großes Interesse daran, möglichst schnell alle Interessierten zu impfen und hat daher die derzeit höchstmögliche Anzahl von Impfdosen bestellt. Ratsherr Dieter Bieber sorgte passend dazu mit vielen Telefonaten dafür, dass sich eine Menge Leute zum Impfen anmeldeten. Dadurch, dass von Anfang an klargemacht wurde, dass nur Astrazeneca verimpft wird, entfiel ein Großteil der sonst schon mal aufflammenden Diskussionen rund um die verschiedenen Impfstoffe. Aber deutlich weniger Menschen, als Bieber gedacht hätte, legten auf, als sie von dieser Grundbedingung hörten, sondern bekundeten stattdessen ihr Interesse an dem Impftermin.

Eine Beratung erfolgt jedoch erst beim vereinbarten Termin. Fachärztin Yvonnne Trommer und ihr Praxis-Team sowie freiwillige Helfer als Unterstützer managen das Ganze und opfern für die Impfaktionen auch ihre Freizeit. Die medizinische Fachangestellte Lilly Boz etwa und sie selbst „impfen an jedem freien Tag“, schilderte Trommer – ob in festen oder mobilen Teams. Beiden hatten beispielsweise im Januar im Bokeler Ruhesitz Romantica Bewohner und Mitarbeiter geimpft (das IK berichtete).

In Steinhorst wurde am Donnerstag vom Vormittag bis in den Abend hinein im Minutentakt geimpft und zuvor jeder Impfling auch noch getestet. Durch die vorab vereinbarten Termine wurde gewährleistet, dass in der Warteschlange kein Gedränge entstand. Für die Impflinge – Leute aus der Region (etwa aus der Fachklinik in Oerrel oder von der Diakonischen Jugendhilfe in Kästorf), aber auch Auswärtige von Wolfsburg bis Hannover – hatte die Feuerwehr ein Zelt als erweitertes Wartezimmer aufgestellt.

„Wir sind begeistert“, hielt Bürgermeister Klaus-Hinrich Singer im IK-Gespräch zu den beiden Impfaktionen fest. „So eine Quote macht uns so schnell keiner nach.“ Dabei soll es nicht bleiben: Trommer peilt für Pfingsten einen dritten Termin an. Sie habe richtig Lust auf die Impfungen. Ihr Team und sie seien hochmotiviert. Es gehe gut voran. Im Juli werde die Zweit-Impfung vorgenommen, voraussichtlich an einem Samstag. Inzwischen seien fast alle älteren Personen aus der Umgebung geimpft, sagt Trommer. Kein Verständnis hat sie für Beleidigungen, die sie sich teils am Telefon anhören muss, oder für bequeme Leute, denen die Fahrt ins Gifhorner Impfzentrum zu weit ist. Dabei übernehme die Krankenkasse die Transportkosten dorthin.

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