Verkehrsberuhigung an der Schulstraße

Mit der Einbahnstraße soll’s in Hankensbüttel weitergehen

Schulstraße in Hankensbüttel
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Die Einbahnstraßen-Regelung in der Hankensbütteler Schulstraße soll nach dem Willen des Verkehrsausschusses auch nach dem Ende der Kita-Bauarbeiten beibehalten werden
  • Paul Gerlach
    VonPaul Gerlach
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Hankensbüttel – In Hankensbüttel scheint es an der Schulstraße darauf hinauszulaufen, dass die Einbahnstraßen-Regelung beibehalten wird – auch nach dem Ende der Bauarbeiten an der neuen Kita. In der Lokalpolitik ist dies momentan Tenor, wenn man die einstimmige Empfehlung des Verkehrsausschusses vom Montagabend (18. Oktober) zugrunde legt.

Die Ausweisung als Einbahnstraße war bekanntlich wegen des Kita-Neubaus erfolgt. Dieses Vorgehen scheine dazu beigetragen zu haben, dass dort die Parksituation und die damit einhergehende Gefährdung der Kinder „wesentlich entschärft wurde“, heißt es aus der Verwaltung. Durch diese einfache Einrichtung – mit finanziellen Auswirkungen von lediglich 400 Euro für die Kommune – könne die jahrelange Debatte über die Entschärfung der Situation vor der Schule vielleicht „ein gutes Ende“ nehmen, so die Hoffnung aus dem Rathaus.

Chance „ziemlich groß“

Dieser Sichtweise schließen sich auch die Hankensbütteler Kommunalpolitiker an. Sie empfahlen dem Rat, dass ein entsprechender Antrag auf Beibehaltung der Einbahnstraße bei der Verkehrsbehörde des Landkreises Gifhorn gestellt werden soll. Die Chance auf eine Verwirklichung wird von der Verwaltung als „ziemlich groß“ beziffert.

Die Schulstraße ist verkehrstechnisch stark belastet, morgens und inbesondere mittags durch die Eltern der Schulkinder beim Vorbeibringen und Abholen, wurde bei der Sitzung noch einmal betont. Da das Baufenster für die Kita-Arbeiten so dicht an der Straße gewesen sei, wurde die Einrichtung als Einbahnstraße für fast zwei Jahre nötig, erinnerte Hinrich Schulze (CDU). Diese habe sich bewährt, sie führe zu „mehr Sicherheit“. Mit dem Ende der Bauarbeiten sei jetzt deren verkehrsrechtliche Anordnung zu überprüfen gewesen. Denn wenn dies nicht erfolge, werde die Einbahnstraßen-Regelung aufgehoben und es gelte der Status von vor der Baustellen-Zeit.

Die Zuhörer erfuhren bei der Sitzung – das war auch für mehrere Ausschussmitglieder eine neue Info –, dass die Leitung der Karl-Söhle-Schule beantragt hat, die Einbahnstraße beizubehalten. Thomas Sordel (SPD), der grundsätzlich für die Beibehaltung ist, hat beobachtet, dass einige Verkehrsteilnehmer nach all der Zeit noch immer die Regelung und die entsprechende Beschilderung ignorieren. Sordel legt großen Wert darauf, dass vor der Ratssitzung und dem endgültigen Beschluss mit der Handvoll Anlieger in Sachen Einbahnstraße gesprochen wird. Dies wurde im Beschlussvorschlag auch so festgehalten, die Verwaltung wird die Anwohner informieren.

Eine Mutter von der „Hermeline“-Kitagruppe in der Kulturscheune kam bei der Sitzung zu Wort und berichtete, dass die Schulstraße durch die Einbahnstraßen-Regelung „gefühlt sicherer“ geworden ist. Die Straße sei in Summe „viel verkehrsberuhigter“. Das Team und die Eltern hoffen demnach, dass im Zuge der Einbahnstraße auch noch bis zu drei Parkmöglichkeiten für die Einrichtung geschaffen werden können. Die Argumentation der Mutter fand Irmingard Dyszak (WIH) „sehr plausibel“. Die Situation mit Einbahnstraße hätten die Kinder eingeübt, eine Abschaffung schaffe Unsicherheit. „Ohne Einbahnstraße fahren die Eltern die Kinder direkt vor die Tür“, zeigte sich Peter Dietz (Grüne) überzeugt.

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